Ernst Alexander Auszeichnung: Schalke vergibt 1.904 Euro

Der FC Schalke 04 setzt sich seit vielen Jahren gegen Rassismus und Diskriminierung ein. Mit der Ernst-Alexander-Auszeichnung würdigen die Königsblauen Menschen und Initiativen, die sich für Vielfalt, Demokratie und ein respektvolles Miteinander engagieren. Jetzt ist die Bewerbungsphase für die Preisvergabe 2027 gestartet. Dem Gewinner winken 1.904 Euro.
Interessierte können ihre Projekte ab sofort für die Auszeichnung einreichen. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 1. Dezember 2026. Mitmachen können Einzelpersonen ebenso wie Schulklassen, Fanclubs oder andere Initiativen. Entscheidend ist, dass sich ihr Engagement für ein friedliches Zusammenleben und gegen Ausgrenzung einsetzt.
Dabei gibt es keine thematischen Einschränkungen. Sowohl zeitlich begrenzte Aktionen als auch langfristig angelegte Projekte können berücksichtigt werden. Über die Vergabe entscheidet eine prominent besetzte Jury. Die Bewerbung erfolgt über ein Formular auf der offiziellen Homepage des FC Schalke 04.
Ernst Alexander als Namensgeber
Die Auszeichnung erinnert an Ernst Alexander, einen jüdischen Fußballer, der für Schalke spielte und von den Nationalsozialisten im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde. Der Verein hat sich während der NS-Zeit nicht schützend vor seine jüdischen Mitglieder gestellt.
Mit dem Preis will Schalke Alexander und die weiteren verfolgten und ermordeten Vereinsmitglieder symbolisch wieder in die Vereinsfamilie aufnehmen.
Bereits 1994 hatte S04 als erster Bundesligist den Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung in seiner Satzung verankert. Die 2018 ins Leben gerufene Auszeichnung ist ein weiterer Bestandteil dieses Engagements. Sie soll Menschen und Projekte sichtbar machen, die sich für Menschenrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt starkmachen.

Preisgeld mit besonderer Bedeutung
Die Auszeichnung ist mit 1.904 Euro dotiert. Die Summe verweist auf das Gründungsjahr des FC Schalke 04. Verliehen wird der Preis traditionell rund um den Geburtstag von Ernst Alexander am 5. Februar.
Für Schalke ist die Auszeichnung damit mehr als eine finanzielle Anerkennung. Sie verbindet das Gedenken an die eigene Vereinsgeschichte mit dem Anspruch, sich aktiv gegen Diskriminierung und Ausgrenzung einzusetzen. Mit der neuen Bewerbungsrunde sucht Königsblau erneut Menschen und Initiativen, die diese Werte im Alltag mit Leben füllen.