DFB-Coach Klopp und Profis mit Lobeshymnen auf Ouedraogo

Jürgen Klopp hätte den Ex-Schalker Assan Ouedraogo für den DFB nominiert. Auch weitere Weggefährten schwärmen über das verletzte Talent.
Assan Ouedraogo bleibt trotz seines erneuten Verletzungsrückschlags in aller Munde. Der ehemalige Schalker gilt weiterhin als eines der größten Talente des deutschen Fußballs. Das zeigt auch die Aussage von Jürgen Klopp. Der neue Bundestrainer erklärte bei seiner ersten Kadernominierung, dass Ouedraogo ohne seine Schulterverletzung „zu 100 Prozent dabei gewesen“ wäre, „weil er ein außergewöhnliches Talent ist“.
Der 20-Jährige hatte sich Mitte September beim 5:0 von RB Leipzig gegen den Hamburger SV erneut an der rechten Schulter verletzt und muss operiert werden. Damit fällt er bis nächstes Jahr aus und verpasst die ersten Länderspiele unter Klopp. Für den Bundestrainer ist die Tür damit jedoch keineswegs zu. „Ich freue mich schon darauf, ihn bei uns zu haben“, erklärte Klopp.
Auch Ouedraogos ehemaliger Schalker Trainer Norbert Elgert kennt die außergewöhnlichen Fähigkeiten des Mittelfeldspielers. Gleichzeitig blickt die Nachwuchslegende kritisch auf dessen Schalke-Debüt mit nur 17 Jahren zurück. „Ich ärgere mich extrem über mich selber, dass ich bei Assan Ouedraogo nicht stärker darauf gedrängt habe, ihn noch ein halbes Jahr bei mir zu lassen“, sagte Elgert einst. Er habe damals das Gefühl gehabt, dass Ouedraogo „ganzheitlich noch ein halbes Jahr braucht“. In seinen Augen hätten die verschiedenen Mannschaften, in denen sich der Youngster bewegte, für ein „Steuerungschaos“ gesorgt und die Verletzungsanfälligkeit erhöht.
Keke Topp: Assan Ouedraogo ist „geisteskrank“ gut
Wie außergewöhnlich Ouedraogos Anlagen sind, berichtete auch sein ehemaliger Mitspieler Keke Topp im YouTube-Stream von Simon Schildgen alias Gamerbrother. „Der ist geisteskrank, der läuft 36 km/h, der ist 1,95 Meter groß, der hat Beine wie manche ganze Körper haben“, sagte Topp. Gleichzeitig verfüge Ouedraogo über eine starke Technik und bringe im Grunde „alles“ mit.

Auch Schildgen zeigte sich beeindruckt und verglich den ehemaligen Schalker mit Jamal Musiala: Ouedraogo sei „wie Jamal Musiala mit 20 Kilo mehr und 1,95 Meter“. Topp ergänzte: „Und noch schneller.“ In DFB- und Spielerkreisen gelte Ouedraogo als einer der „krassesten Spieler“, die sie „jemals gesehen haben“.
Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte Ouedraogo ebenfalls öffentlich gelobt. Nach dessen Lehrgang habe er von allen Spielern „extrem positives Feedback“ bekommen. Ouedraogo sei „ein super angenehmer Mensch, der große Fähigkeiten hat“. Als Belohnung wurde der DFB-Debüttorschütze sogar mit zur Weltmeisterschaft mitgenommen.
Damit zieht sich das Lob durch verschiedene Ebenen des deutschen Fußballs: Klopp, Nagelsmann, Elgert und ehemalige Mitspieler sehen in ihm ein außergewöhnliches Talent. Die große Herausforderung bleibt für Ouedraogo allerdings sein Körper.