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Vor Wiedersehen mit Neuer: Thon appelliert an die Schalke-Fans

Manuel Neuer
Foto: IMAGO

Vor dem Duell mit dem FC Bayern richtet Olaf Thon einen besonderen Appell an die Schalke-Fans. Dabei geht es um den Empfang von Ex-S04-Keeper Manuel Neuer.


Auf Schalke wartet am Samstag (18:30 Uhr) ein besonderes Wiedersehen: Manuel Neuer kehrt mit dem FC Bayern nach Gelsenkirchen zurück. Für den langjährigen Nationaltorhüter könnte es der letzte Auftritt als aktiver Profi an seiner früheren Wirkungsstätte sein. Olaf Thon hofft deshalb, dass alte Animositäten zumindest für einen Abend in den Hintergrund rücken.

Die Schalker Vereinslegende wünscht sich Anerkennung für die Karriere des ehemaligen S04-Keepers. „Ich hoffe, weil er bei uns ausgebildet und Nationalspieler wurde, dass er nicht ausgebuht wird, sondern dass man seine Leistung als weltbester Torwart respektiert und akzeptiert“, sagte Thon im Interview mit ran.

Dass sämtliche Anhänger diesem Wunsch folgen werden, erwartet der 60-Jährige offenbar selbst nicht. Trotzdem richtet er sich unmittelbar an die Anhänger der Königsblauen: „Liebe Schalke Fans, applaudiert und empfangt ihn mit offenem Herzen.“ Neben dem Wiedersehen mit Neuer blickt Thon zuversichtlich auf die sportliche Aufgabe gegen den deutschen Rekordmeister. Eine klare Angelegenheit zugunsten der Münchner erwartet der Weltmeister von 1990 nicht.

Olaf Thon schwärmt von Schalke-Trainer Miron Muslic

Vielmehr traut er dem Aufsteiger zu, dem Favoriten erhebliche Gegenwehr zu leisten. Seine Prognose fällt entsprechend mutig aus: „Schalke wird fighten und das Spiel offen gestalten. Ich tippe auf ein Unentschieden.“ Auch mit Blick auf die gesamte Bundesliga-Saison bleibt Thon trotz der schwierigen Ausgangslage gelassen.

Miron Muslic und Vincent Kompany
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Rückschläge seien für die Königsblauen zu erwarten, müssten nach seiner Einschätzung aber keine grundsätzliche Unruhe auslösen. Als wichtige Faktoren sieht er den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft und die erkennbare Spielidee. Dabei hebt Thon auch die Arbeit von Miron Muslic hervor. Zwischen dem Schalke-Coach und Bayern-Trainer Vincent Kompany erkennt der frühere Mittelfeldspieler durchaus Gemeinsamkeiten.

Kompany besitze „so eine Menschlichkeit, so eine Überzeugungskraft“, die Thon in kleinerem Rahmen ebenfalls bei Muslic wahrnimmt. Für die Verpflichtung des Belgiers findet Thon ohnehin große Worte. Kompany sei der „Königstransfer von Max Eberl“. Dessen Entwicklung in München zeige aus Thons Sicht zugleich, dass bei der Trainersuche nicht zwangsläufig der ursprüngliche Wunschkandidat am Ende die beste Lösung sein müsse.