Allgemein

Stimmen zum 0:3 in Augsburg: „Die Bundesliga verlangt ein anderes Level an Wachsamkeit“

Loris Karius
Foto: IMAGO

Sein Comeback in der Bundesliga hat sich der FC Schalke 04 anders vorgestellt als beim FC Augsburg mit 0:3 zu verlieren. Dementsprechend gedrückt war am Sonntagabend die Stimmung bei den Königsblauen, die aber durchaus auch positive Aspekte aus den 90 Minuten zogen und den Blick zuversichtlich nach vorne richteten.


„Der Anfang hat sich gut angefühlt, das Ende dann leider nicht mehr. Wir sind richtig gut reingekommen, konnten dem Spiel unseren Stempel aufdrücken und hatten gute Möglichkeiten, die wir leider nicht zur Führung genutzt haben“, haderte Schlussmann Loris Karius auf der Vereinshomepage damit, dass die eigenen Chancen nicht verwertet wurden, teilte indes dennoch eine Mut machende Erkenntnis: „Wir nehmen das Positive mit, aber auch die angesprochenen Dinge, die nicht funktioniert haben. Uns hat nichts überrascht und das wird uns Woche für Woche erwarten. Wir arbeiten dran und haben definitiv das Zeug, Punkte zu holen.“

Ähnlich lautete die Analyse von Timo Becker, der den Gegner in der Entwicklung schlichtweg einige Schritte voraus sieht: „Der FC Augsburg hat gezeigt, warum er so lange schon Teil der Bundesliga ist. Sie haben es clever runtergespielt nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, in der wir auch unsere Tore hätten machen können. Aber in der Bundesliga wird das knallhart bestraft, wenn man die Chancen nicht nutzt. Nun weiß jeder, worauf wir uns in den kommenden Monaten einlassen.“

Auch Muslic hadert mit der Chancenverwertung

Basierend auf den ersten 90 Minuten im Oberhaus war auch Trainer Miron Muslic grundsätzlich zuversichtlich gestimmt: „Wenn man hier was mitnehmen will, muss man die Chancen nutzen, das ist das größte Learning für uns hier. Die Bundesliga verlangt ein anderes Level an Wachsamkeit, aber die Jungs haben Lust darauf, zu lernen und sich weiterzuentwickeln.“

Miron Muslic und Ron Schallenberg
Foto: Getty Images

Muslic, der einen verdienten Sieg für Augsburg sah, haderte ebenfalls mit der Chancenverwertung im ersten Durchgang und bemängelte im zweiten Durchgang die individuellen Fehler von Maximilian Wöber und Ron Schallenberg, die Augsburg in die Karten spielten: „Nach der Pause haben wir versucht, das 1:1 zu erzielen, machen dann aber einen Fehler im Spielaufbau und werden dafür direkt bestraft. Sicher hatte auch die Rote Karte Einfluss auf den Verlauf.“