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Schalke-Boss Tillmann träumt von Muslic-Ära: „Es passt einfach“

Matthias Tillmann
Foto: IMAGO

Mit Miron Muslic hat der FC Schalke 04 vor einem Jahr einen Volltreffer gelandet. Vorstandsboss Matthias Tillmann hofft auf eine lange Zusammenarbeit.


Unter dem österreichischen Trainer mit bosnischen Wurzeln gelang überraschend auf Anhieb der Aufstieg in die Bundesliga, die Euphorie ist einige Wochen vor dem Saisonstart bereits riesig. Geht es nach dem Vorstandsvorsitzenden Matthias Tillmann, soll Muslic noch lange in der Veltins-Arena an der Seitenlinie stehen.

„Wir haben im vergangenen Jahr sehr sorgfältig einen Trainer ausgesucht, der zu unserer entwickelten Spielidee passt“, erklärte der Funktionär im Interview mit Bild und Welt: „Miron Muslic hat in seinem ersten Jahr auf Schalke viel angestoßen und die Menschen mit seiner Art und seinem Auftreten überzeugt. Insofern haben wir eine gute Trainer-Entscheidung getroffen. Wenn wir zwei, drei oder vier Jahre mit ihm zusammenarbeiten können, machen wir auf jeden Fall noch weitere Schritte nach vorn und entwickeln uns.“

Meisterprämie für Schalke-Trainer? „Schauen wir mal, wo wir landen“

Dass es in der Bundesliga auch mal schwierige Phasen geben wird, rechnet Tillmann ein und weiß: „Dann kommt außerhalb des Vereins wahrscheinlich Unruhe auf.“ Diesmal ist er sicher aber sicher aus Aktionismus den Trainer wechseln wird. „Es passt mit Miron einfach – auch in möglichen schwierigen Phasen“, betonte Tillmann.

Wenn es nach mir geht, reden wir in den nächsten Jahren nicht über einen Trainerwechsel“, so der 42-Jährige weiter: „Der Trainer ist die wichtigste Person, darf aber nicht die mächtigste sein. Entsprechend wären wir definitiv vorbereitet, sollte dieser Tag X irgendwann einmal kommen – das ist unsere Pflicht! Unsere Spielidee würden wir aber trotzdem behalten.“

Muslic wurde 2025 vom englischen Zweitligaabsteiger Plymouth Argyle verpflichtet. Sportvorstand Frank Baumann nahm für den bis dahin in Deutschland unbekannten Trainer eine hohe sechsstellige Summe in die Hand und ging damit ein großes Risiko. In kürzester Zeit wurde der Trainer zum Publikumsliebling und formte aus der kriselnden Mannschaft eine Einheit, die letztlich souverän die Meisterschaft in der 2. Bundesliga einfuhr.

Matthias Tillmann und Miron Muslic
Foto: IMAGO

Über Meisterprämie für die Bundesliga wollte Tillmann derweil nicht sprechen. „Dass wir Meister werden, ist ausgeschlossen – also in der kommenden Saison“, lachte der Vorstandsvorsitzende und fügte augenzwinkernd an: „Schauen wir mal, auf welchem Platz wir am Saisonende landen, und dann reden wir nächstes Jahr noch mal über dieses Thema.“