Sylla in Topform: Überraschende Kehrtwende bei Schalke?

Der FC Schalke steht bei Moussa Sylla vor einer schwierigen Entscheidung. Der Stürmer überzeugt zwar in der Vorbereitung, doch ein lukratives Angebot könnte die Königsblauen noch zum Verkauf zwingen.
Moussa Sylla sorgt beim FC Schalke 04 derzeit nicht nur mit Toren für Schlagzeilen, sondern auch mit seiner ungewissen Zukunft. Nachdem der Franzose in den vergangenen Transferperioden jeweils einen Wechsel angestrebt hatte, scheint sich seine Haltung nun deutlich verändert zu haben. Sportlich ist der 26-Jährige aktuell ohnehin unverzichtbar.
In den ersten Testspielen der Vorbereitung präsentierte sich Sylla in bestechender Form. Nach seinem Doppelpack beim 4:2 gegen Aue traf er auch beim 2:0-Erfolg über den FC Charkiw und unterstrich damit seinen Status als erste Option im Sturmzentrum. Solange eine Rückkehr von Edin Dzeko nicht feststeht, führt an Sylla derzeit kein Weg vorbei.
Auch Trainer Miron Muslic zeigte sich gegenüber der WAZ von den Leistungen seines Angreifers beeindruckt. Vor allem dessen Arbeit gegen den Ball habe sich deutlich verbessert. „Er hat sehr gut verstanden, was wir im Profil der Nummer 9 brauchen gegen den Ball. Das ist eklig, das ist viel zu laufen. Aber er weiß, dass er sich belohnen kann mit Toren. Beide Sachen hat er gegen Charkiw hervorragend gemacht.“
Transferpoker um Sylla: Schalke muss abwägen
Trotz seiner starken Leistungen bleibt ein Wechsel laut Einschätzung der WAZ jedoch ein realistisches Szenario. Schalke ist nach dem Bundesliga-Aufstieg weiterhin auf Transfererlöse angewiesen. Sportvorstand Frank Baumann hatte bereits angekündigt: „Klar ist, dass früher oder später auf der Abgangsseite was passieren muss. Ich bin zuversichtlich, dass etwas passieren wird.“ Sollte ein finanziell attraktives Angebot eintreffen, dürften die Königsblauen ins Grübeln geraten.

Anders als noch im Sommer 2025 oder Winter 2026 scheint Sylla selbst allerdings keinen Abschied mehr zu forcieren. Damals hatte er jeweils einen Wechselwunsch hinterlegt, inzwischen klingt das ganz anders. „Ich bin Schalke-Spieler, mein Vertrag gilt noch zwei Jahre. Ich fühle mich sehr gut, ich bin fokussiert auf die Saison. Ich werde 100 Prozent geben.“
Damit steckt Schalke in einer schwierigen Situation: Einerseits hat Sylla eindrucksvoll bewiesen, wie wertvoll er für das Team sein kann. Andererseits könnten die finanziellen Rahmenbedingungen den Verein dazu zwingen, ein lukratives Angebot anzunehmen. Ob der Torjäger den Königsblauen tatsächlich erhalten bleibt, könnte sich daher erst in den letzten Tagen des Transferfensters entscheiden.