Zufall oder Turnier-Fluch? Die DFB-Bilanz ohne Schalke-Spieler

Kein aktiver Schalker im DFB-Kader bei der WM: Eine kuriose Statistik zeigt, wie schwer sich Deutschland ohne S04-Spieler bei Turnieren tut.
Diese bemerkenswerte Statistik fiel zuletzt im Sky-Podcast „Schalker Markt“ auf. Bei der WM 2026 befindet sich kein aktiver Profi des FC Schalke 04 im DFB-Kader. Ein Blick auf die vergangenen großen Turniere zeigt dabei ein kurioses Muster.
Immer wenn ein Spieler von Schalke im DFB-Kader stand, erreichte Deutschland mindestens das Halbfinale. 2002 führte der Weg mit Gerald Asamoah und Jörg Böhme sogar bis ins WM-Finale. Vier Jahre später erreichte die Nationalmannschaft mit Asamoah erneut das Halbfinale. Bei der EM 2008 standen Kevin Kuranyi, Heiko Westermann und Jermaine Jones im Aufgebot, am Ende sprang die Finalteilnahme heraus.
Auch danach setzte sich die Serie fort. 2010 war Manuel Neuer Teil der Mannschaft, die das Halbfinale erreichte. Zwei Jahre später gehörte Benedikt Höwedes zum deutschen EM-Kader und schaffte ebenfalls den Sprung unter die letzten vier. Den größten Erfolg feierte Deutschland 2014 mit Höwedes und Julian Draxler, die beiden wurden in Brasilien Weltmeister und Höwedes erzielte im Finale beinahe ein Tor. Auch bei der EM 2016 mit Höwedes im Aufgebot war erst im Halbfinale Endstation.
Ohne Schalker im DFB-Kader war spätestens im Viertelfinale Schluss
Genauso auffällig ist die Bilanz bei den Turnieren ohne Beteiligung eines Schalkers. Bei der EM 2004 schied Deutschland bereits in der Gruppenphase aus. Dasselbe Schicksal ereilte die DFB-Auswahl bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022. Bei der EM 2021 war im Achtelfinale Schluss, bei der Heim-EM 2024 scheiterte die Mannschaft im Viertelfinale.
Das Muster ist eindeutig: In sieben Turnieren mit einem Schalker im DFB-Kader erreichte Deutschland mindestens das Halbfinale, zweimal stand die Mannschaft im Endspiel und einmal wurde der WM-Titel gewonnen. In fünf Turnieren ohne Schalker-Beteiligung kam Deutschland dagegen nie über das Viertelfinale hinaus.

Für die WM 2026 gibt es allerdings ein spannendes Detail. Zwar stellt Schalke keinen aktiven Nationalspieler, doch mit Manuel Neuer, Alexander Nübel, Leroy Sané, Leon Goretzka, Malick Thiaw und Assan Ouedraogo stehen gleich sechs ehemalige Königsblaue im deutschen Aufgebot. Und auch Deutschlands bester Scorer Deniz Undav gilt als bekennender Schalke Sympathisant.
Ob das reicht, um den vermeintlichen Fluch zu brechen, wird sich zeigen. Natürlich ist die Statistik mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Sollte Deutschland allerdings bereits im möglichen Achtelfinale gegen Frankreich scheitern, dann wird die kuriose Schalke-DFB-Serie weitergehen.