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Warten auf den Neustart: Amin Younes sucht nach Schalke-Abschied neuen Klub

Amin Younes
Foto: IMAGO

Marc Wilmots (57) war voll des Lobes. Der einstige Sportdirektor des FC Schalke 04 beschrieb Amin Younes (32) als einen „Offensivkünstler, der herausragende spieltechnische Fähigkeiten besitzt“. Anderthalb Jahre später endete des Gastspiel des Ballkünstlers bei Königsblau aber bereits wieder. Einen neuen Verein hat er bis heute nicht gefunden.


Für die Knappen stand Younes 31-mal auf dem Platz. Dabei war er direkt an fünf Treffern beteiligt – zweimal als Torschütze, dreimal als Vorlagengeber. Weitere wären trotz eines bis zum 30. Juni 2026 gültigen Arbeitsvertrages wohl nicht mehr gefolgt. „Nach einem aus unserer Sicht sehr erfolgreichen Wintertransferfenster sind die Chancen auf Einsatzzeiten für Amin sehr gering, was wiederum seinem persönlichen Anspruch nicht gerecht wird. Entsprechend wollen wir ihm die Gelegenheit geben, unter anderem die letzten Chancen, die die noch offene Wintertransferfenster bieten, zu nutzen“, verabschiedete ihn Sportvorstand Frank Baumann auf der Vereins-Website nach der Vertragsauflösung.

Dabei galt Younes einst als eines der vielversprechendsten deutschen Offensivtalente. Nach dem Durchlaufen aller Jugendteams feierte er 2012 bei Borussia Mönchengladbach sein Profidebüt. Über eine Leihe beim 1. FC Kaiserslautern gelang dem technisch versierten Flügelstürmer schließlich 2015 den Sprung zu Ajax Amsterdam.

Über Schalke ins Europapokalfinale

In den Niederlanden erlebte er seine wohl beste Zeit. 2017 stürmte er mit dem niederländischen Traditionsverein bis ins Finale der Europa League, schaltete dabei im Viertelfinale Schalke 04 aus. Seine starken Auftritte ebneten ihm auch den Weg in die Nationalmannschaft, für die er in acht Länderspielen zwei Tore erzielte. Es folgte 2018 der ablösefreie Wechsel zur SSC Neapel, mit der er 2020 die Coppa Italia gewann. Da er in Italien jedoch selten konstant ablieferte, schlug Eintracht Frankfurt im Oktober 2020 zu und holte den Offensivmann per Leihe inklusive Kaufoption zurück in die Bundesliga.

In Frankfurt erlebte Younes eine absolute Blütezeit. In der Hinrunde 2020/21 verzauberte er die Fans mit Spielwitz und Dribbelkunst. Unter Coach Adi Hütter (56) reifte er zur festen Größe und verbuchte am Ende seiner Zeit am Main vier Treffer und drei Assists in 28 Pflichtspieleinsätzen für die Hessen.

Amin Younes
Foto: IMAGO

Doch nach internen Reibereien erhielt Younes die Freistellung. Über die Umwege Al-Ettifaq und FC Utrecht landete er auf Schalke. Zunächst hielt er sich bei der zweiten Mannschaft fit, rückte anschließend ins Profiteam auf. Im Frühjahr 2026 kam aber das Aus bei Königsblau. Seitdem befindet sich Younes wieder auf Vereinssuche.