Schalke und Muslic-Liebling Bundu: klappt es in diesem Sommer?

Mustapha Bundu stand schon im Sommer bei Schalke auf dem Zettel. Verpasst Hannover den Aufstieg, könnte das Thema wieder heiß werden.
Mustapha Bundu gehörte bereits im vergangenen Sommer zu den Spielern, die beim FC Schalke 04 intensiv diskutiert wurden. Am Ende entschied sich der Offensivspieler jedoch für Hannover 96. Komplett beendet scheint das Thema trotzdem nicht zu sein – vor allem wegen seiner besonderen Verbindung zu Schalke-Trainer Miron Muslic.
Der Coach kennt Bundu noch aus gemeinsamen Zeiten bei Plymouth Argyle und machte aus seiner Wertschätzung nie ein Geheimnis. Unter Muslic entwickelte sich der Nationalspieler aus Sierra Leone damals zum absoluten Leistungsträger. Nachdem Bundu vor dessen Amtsantritt teilweise nicht einmal zum Spieltagskader gehört hatte, setzte Muslic sofort auf ihn.
In den 22 möglichen Spielen unter Muslic sammelte Bundu starke sieben Tore und drei Vorlagen. Insgesamt kam er in jener Saison auf 16 Scorerpunkte, über 60 Prozent davon unter dem heutigen Schalke-Coach.
„Es ist kein Geheimnis, dass er auch für Schalke interessant gewesen wäre“, erklärte Muslic bereits öffentlich. Zudem bezeichnete er den 29-Jährigen als „super Typ“ und hob besonders dessen Vielseitigkeit in der Offensive hervor.
Im Sommer soll der Kaderplatz von Christian Gomis frei werden und Mustapha Bundu bringt ein identisches Profil mit.
Verpasst Hannover den Aufstieg, könnte Bundu den Bundesliga-Schritt suchen
Auch bei Hannover 96 zeigte Bundu zuletzt seine Qualitäten. In 21 Zweitliga-Spielen stehen vier Tore und vier Vorlagen zu Buche. Besonders stark präsentierte sich der Flügelspieler in den vergangenen Wochen: In seinen letzten sechs Einsätzen sammelte er fünf Scorerpunkte, obwohl er nie länger als 69 Minuten auf dem Platz stand.
Dennoch droht Hannover der Aufstieg noch zu entgleiten. Gewinnt die SV Elversberg ihr Heimspiel gegen Absteiger Preußen Münster, würden die Niedersachsen den direkten Bundesliga-Aufstieg verpassen. Und selbst in der möglichen Relegation wäre Hannover keineswegs Favorit.

Dort könnte ausgerechnet der VfL Wolfsburg warten, ein Klub mit einem Kaderwert, der ungefähr fünfmal so hoch liegt wie der von Hannover. Zudem verfügen die Wolfsburger mit Spielern wie Christian Eriksen und Mohammed Amoura über enorme individuelle Qualität.
Sollte Hannover den Aufstieg tatsächlich verpassen, könnte Bundu durchaus über den nächsten Schritt nachdenken. Schließlich ist der Offensivspieler bereits 29 Jahre alt und dürfte wissen, dass sich Chancen auf die Bundesliga nicht unbegrenzt ergeben. Für Schalke wäre das zumindest eine interessante Entwicklung. Denn mit Tempo, Körperlichkeit, Flexibilität und der besonderen Verbindung zu Miron Muslic bringt Bundu vieles mit, was beim Bundesliga-Aufsteiger gesucht wird.