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Neue Details enthüllt: Darum scheiterte das Schalke-Comeback von Büskens

Mike Büskens
Foto: IMAGO

Nach dem überraschenden Aus von Mike Büskens im Auswahlverfahren für den Schalke-Aufsichtsrat herrscht große Verwunderung. Nun sind neue Details bekannt geworden, warum die Vereinslegende nicht zur Wahl zugelassen wurde.


Mit seiner Rückkehr in offizieller Funktion beim FC Schalke 04 wird es vorerst nichts: Mike Büskens wird bei der Mitgliederversammlung am 18. Juli nicht für den Aufsichtsrat kandidieren. Dass die Vereinslegende nicht auf dem Wahlzettel auftaucht, hatte bei den Königsblauen kaum jemand erwartet – inzwischen sind auch die Hintergründe der Entscheidung bekannt geworden.

Viele Fans hätten eine Rückkehr des Publikumslieblings begrüßt. Schließlich gilt Büskens bis heute als Identifikationsfigur des Vereins. Der „Eurofighter“ führte Schalke 2022 zurück in die Bundesliga, sprang mehrfach als Interimstrainer ein und arbeitete über Jahre hinweg in verschiedenen Funktionen bei den Königsblauen.

Doch aus dem Comeback wird zunächst nichts. Wie inzwischen bekannt wurde, scheiterte Büskens im Auswahlverfahren des Wahlausschusses. Das Gremium entschied sich stattdessen für vier andere Kandidaten, die bei der Mitgliederversammlung um zwei Plätze im Aufsichtsrat kämpfen werden: Neben den bisherigen Mitgliedern Axel Hefer und Holger Brauner wurden auch die beiden CDU-Politiker Malte Stuckmann und Michael Esken zugelassen.

Büskens-Aus bei Schalke sorgt weiter für Diskussionen

Besonders brisant: Wie die WAZ berichtet, hörte der Wahlausschuss insgesamt sechs Bewerber ausführlich an. Anschließend bewerteten die Ausschussmitglieder ihre Favoriten nach einem Punktesystem. Büskens schaffte es dabei offenbar nicht unter die besten vier Kandidaten.

Mike Büskens
Foto: IMAGO

Der Verein selbst äußerte sich nicht zu den genauen Gründen. Allerdings sind die Kriterien des Wahlausschusses klar definiert. Neben sportlicher Kompetenz spielen demnach auch wirtschaftliche Erfahrung, Persönlichkeit und die „Unabhängigkeit von Verein und Vorstand“ eine entscheidende Rolle. Gerade deshalb sorgt die Entscheidung rund um Büskens für Diskussionen. Denn sportliche Expertise ist im aktuellen Kontrollgremium kaum vertreten. Mit Steffi Jones gehört derzeit lediglich eine ehemalige Profi-Fußballerin dem elfköpfigen Aufsichtsrat an.

Dass ausgerechnet Büskens keine Mehrheit erhielt, sorgt bei vielen Anhängern für Verwunderung. Schließlich hätte der langjährige Schalker aufgrund seiner Popularität wohl beste Chancen auf eine Wahl gehabt. Statt einer ruhigen Mitgliederversammlung nach dem Bundesliga-Aufstieg dürfte den Klub nun eine deutlich emotionalere Debatte erwarten.