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Vor dem Schalke-Aufstieg: Karaman spricht offen über Horrorjahre

Kenan Karaman
Foto: IMAGO

Der FC Schalke 04 steht kurz vor der Rückkehr in die Bundesliga. Kapitän Kenan Karaman blickt dabei auf schwere Jahre zurück und könnte nun zum Aufstiegshelden werden.


Drei Jahre voller Rückschläge, Abstiegsangst und Zweifel könnten für den FC Schalke 04 bald ein Ende finden. Die Königsblauen stehen kurz vor der Rückkehr in die Bundesliga – und im Mittelpunkt dieser Entwicklung steht Kapitän Kenan Karaman, der den Klub durch eine der schwierigsten Phasen seiner jüngeren Geschichte geführt hat.

Mit 13 Toren und fünf Vorlagen zählt der Offensivspieler zu den entscheidenden Faktoren der aktuellen Saison. Doch sein Einfluss geht weit über Zahlen hinaus. Karaman ist Führungsspieler und Sprachrohr zugleich – einer, der vorangeht und sich Respekt erarbeitet hat. „In der Kabine wirst du nur wahrgenommen, wenn du auch selbst auf dem Platz überzeugst. Ansonsten hört dir die Hälfte nicht zu“, erklärte er im Interview mit der Sport Bild.

Dabei war der Weg alles andere als einfach. Seit seinem Wechsel im Sommer 2022 erlebte Karaman den direkten Wiederabstieg aus der Bundesliga sowie zwei Spielzeiten, in denen Schalke sogar um den Klassenerhalt in der zweiten Liga zittern musste. Die schwierigen Jahre gingen auch am Routinier nicht spurlos vorbei: „Es gab schon Momente, in denen ich mich gefragt habe: Warum?!“

Karaman schwärmt von Schalke-Trainer Muslic

Trotz aller Rückschläge verlor der 32-Jährige nie den Glauben an eine Wende. Besonders die emotionale Bindung zum Verein spielte dabei eine große Rolle. „Man spürt, wie viele Menschen für diesen Verein leben, wie viel ihnen Schalke bedeutet. Ich möchte den Menschen hier immer etwas zurückgeben“, betonte Karaman.

Kenan Karaman und Miron Muslic
Foto: IMAGO

Unter Trainer Miron Muslic hat sich die Mannschaft in den vergangenen Monaten stabilisiert und kontinuierlich gesteigert. Bemerkenswert dabei: Intern wurde das große Ziel lange bewusst ausgeklammert. „Den Begriff ‚Aufstieg‘ habe ich deshalb nie bei uns in der Kabine gehört“, verriet der Kapitän.

Auch die Zusammenarbeit mit Muslic hebt der Angreifer besonders hervor. „Ich habe dann schon in dem ersten Gespräch gespürt, dass er eine riesige Überzeugung hat“, sagte Karaman über den Coach, der dem Team neues Selbstvertrauen eingehaucht hat.

Die Entwicklung passt auch zu Karamans persönlicher Perspektive auf Schalke. Sein Vertrag läuft noch bis 2028 – und der Angreifer kann sich vorstellen, seine Karriere in Gelsenkirchen zu beenden. „Wenn der liebe Gott es zulässt, wird Schalke meine letzte Station sein, ja“, sagte Karaman.