Schalkes Trainer-Legende Stevens ist überzeugt: „Nur dann schaffen wir den Aufstieg“

Er fiebert mit. Keine Frage! Zwischen Huub Stevens und dem FC Schalke 04 herrscht eine ganz besondere Verbindung. Der 72 Jahre alte Jahrhunderttrainer des Revierklubs fiebert aus seiner niederländischen Heimat mit. Seinem Herzensverein drückt er die Daumen, dass die Rückkehr in die Bundesliga gelingt. Zweifel hat er aber dennoch.
Knapp ist es. Sechs Spiele nur noch. Dann ist die Zweitliga-Saison 2025/26 Geschichte. Zwar liegen die Königsblauen an der Spitze der Tabelle. Der Vorsprung ist jedoch alles andere als beruhigend. Paderborn folgt mit nur einem Zähler Rückstand, der nächste Gegner Elversberg (12. April, 13:30 Uhr) hat drei Punkte weniger auf der Habenseite.
Ausgerechnet im Schlussspurt brechen den Schalkern zwei tragende Säulen weg. Torjäger Edin Dzeko (40) muss mit einer Schulterverletzung passen. Sein bosnischer Landsmann Nikol Katic (29) laboriert an einer Blessur am Knie. Zudem fehlt gegen die Saarländer Kapitän Kenan Karaman (32) gelbgesperrt.
„Ich finde, dass vor allem der Ausfall von Edin Dzeko richtig wehtut“, fürchtet Stevens im BILD-Interview eine Schwächung der Schalker. Der Rekord-Internationale seines Landes besitze „so viel Qualität“ und „so viel Erfahrung“. Der Mittelstürmer fühle Fußball und „auf dem Platz seine Entscheidungen“. Der Niederländer hofft, dass der Winter-Neuzugang in dieser Saison „noch spielen und Schalke helfen“ könne. Schließlich sei dieser trotz seiner 40 Jahre weiterhin „ein Unterschiedsstürmer“.
Noch keine Vorentscheidung gefallen
Eine Vorentscheidung sei im Aufstiegsrennen noch nicht gefallen, ist Stevens überzeugt. Für den UEFA-Cup-Sieger von 1997 „spielen fünf bis sechs Mannschaften“ um die ersten drei Plätze mit.
Sollte S04 in diesem Jahr scheitern, sieht der 72-Jährige Schwarz für Blau-Weiß. „Wenn wir’s jetzt nicht schaffen, dann fürchte ich, dass Schalke erst einmal nicht mehr in die Bundesliga zurückkehrt. Je länger das mit dem Aufstieg dauert, desto schwieriger wird’s.“ Als abschreckendes Beispiel nennt Stevens den Hamburger SV, der sieben Jahre für seine Rückkehr ins Oberhaus benötigte.

Den Aufstieg für Schalke stuft er als „wirtschaftlich und sportlich extrem wichtig“ ein. Denn: „In der Bundesliga würde es mehr Fernseh- und Sponsoren-Gelder geben. Und das Interesse von Spielern, nach Schalke zu gehen, wäre auch noch einmal größer.“ Stevens‘ Forderung ist daher eindeutig: „Von daher müssen jetzt ALLE zusammenhalten – nur dann schaffen wir den Aufstieg auch!“