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„Außergewöhnlicher Junge“: Schalke-Juwel vor dem Durchbruch?

Zaid Tchibara
Foto: IMAGO

Nach seinem Kreuzbandriss kämpft sich Zaid Tchibara beim FC Schalke 04 Schritt für Schritt zurück. Der 20-Jährige zeigt vielversprechende Ansätze – und drängt auf mehr Einsatzzeit bei den Profis.


Noch ist Zaid Tchibara auf Schalke eher Zuschauer als Gestalter – doch die Frage ist längst nicht mehr, ob er das Zeug für mehr Einsatzzeit hat, sondern wann er sie bekommt. Nach seinem langwierigen Kreuzbandriss wird der 20-Jährige Schritt für Schritt an das Profi-Niveau herangeführt. Intern scheint längst klar: Das Talent bringt alles mit.

Beim Testspiel in der Länderspielpause gegen Schweinfurt (0:2) durfte sich der Offensivspieler ausführlich zeigen – und nutzte die Bühne. Mit Tempo, Mut im Eins-gegen-eins und einem Aluminiumtreffer setzte er offensive Akzente und gehörte zu den auffälligsten Schalkern. Eindrücke, die das Trainerteam offenbar bereits aus dem Training kennt.

Dort hat Tchibara laut Co-Trainer Tim Hoogland längst auf sich aufmerksam gemacht, wie er gegenüber der WAZ bestätigte: „Im Training hat er gezeigt, was in ihm steckt, dass er ein außergewöhnlicher Junge ist.“ Gleichzeitig mahnt der Fußballlehrer zur Geduld: „Wenn du ein Jahr raus warst, dauert es, bis du wirklich wieder bei 100 Prozent bist.“ Schalke will bei seinem Comeback bewusst nichts überstürzen.

Tchibara glaubt fest an den Schalke-Aufstieg in die Bundesliga

Für Tchibara selbst ist die Situation ein Balanceakt zwischen Ehrgeiz und Geduld. „Natürlich bin ich ein bisschen enttäuscht“, sagt er offen, ordnet aber direkt ein: „Aber im Fußball muss man manchmal auf seine Chance warten, das gehört dazu.“ Noch sammelt er seine Minuten eher abseits der großen Bühne – ein Zwischenschritt, der Teil seines Entwicklungsplans ist.

Zaid Tchibara
Foto: IMAGO

Dass er aber auch auf höchstem Niveau sofort Einfluss nehmen kann, hat er bereits angedeutet: Bei seinem bislang einzigen Ligaeinsatz in dieser Saison gegen Kaiserslautern (2:2) bereitete er direkt einen Treffer vor – ein kurzer, aber wirkungsvoller Auftritt, der sein Potenzial unterstreicht.

Sein Blick richtet sich ohnehin nach vorn – persönlich wie sportlich. Die Bundesliga ist das klare Ziel, Zweifel kennt er dabei nicht: „Ich habe die Qualität und denke, dass ich das schaffen kann, wenn ich daran glaube.“ Und auch an den gemeinsamen Erfolg glaubt Tchibara fest: „Ich glaube zu 100 Prozent daran, dass wir aufsteigen.“