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Überraschend: Schalkes heimlicher Big-Game-Matchwinner

Moussa Sylla
Foto: IMAGO

Mit Torbeteiligungen gegen jeden Top-6-Verein: Ein Schalker wird zum unterschätzten Faktor im Aufstiegskampf.


Sieben Torbeteiligungen in dieser Saison, das klingt zunächst solide. Allerdings stehen dem 17 aus der vergangenen Spielzeit gegenüber. Doch diese auf dem Papier enttäuschende Saison eines Schalkers wird erst richtig bemerkenswert, wenn man genauer hinschaut. Denn dieser Spieler hat alle seine Scorerpunkte ausgerechnet gegen die stärksten Gegner der Liga gesammelt.

Gegen Hertha BSC, Hannover 96, Darmstadt, Elversberg und Paderborn war er direkt an Treffern beteiligt, also genau gegen jene Teams, die im Aufstiegskampf eine zentrale Rolle spielen.

Die Chronologie liest sich beeindruckend: Am ersten Spieltag erzielte er das erste Saisontor gegen Hertha. Es folgte ein Doppelpack gegen Hannover, anschließend das Siegtor gegen Darmstadt.

Wenig später bereitete er den entscheidenden Treffer gegen Elversberg vor und legte auch beim knappen Sieg gegen Paderborn auf. Kurz vor der Länderspielpause meldete er sich mit einem wichtigen Tor beim 1:1 in Darmstadt zurück.

Vom Schalker Problemfall zum Schlüsselspieler in den Topspielen

Die Pointe: Hinter diesen Zahlen steckt ausgerechnet Moussa Sylla. Ein Spieler, dessen Saison lange alles andere als geradlinig verlief. Neben sportlich durchwachsenen Phasen sorgten auch Nebengeräusche abseits des Platzes für Schlagzeilen. Zwischenzeitlich standen Wechsel im Sommer und im Winter im Raum, die beide letztlich auf den letzten Metern platzten. In der Rückrunde verlor er zudem seinen Stammplatz an Edin Dzeko und blieb zwölf Spieltage ohne Torbeteiligung.

Moussa Sylla
Foto: IMAGO

Doch trotz aller Rückschläge hat Sylla entscheidenden Anteil daran, dass Schalke gegen die direkte Top-6-Konkurrenz konstant gepunktet und bisher kein Spiel verloren hat. Fast alle Spiele gegen die Top-Teams waren eng, oft mit nur einem Tor Unterschied. Genau in diesen Momenten lieferte er.

Das bedeutet auch, dass Schalke ohne seine Aktionen im Aufstiegskampf deutlich schlechter dastehen würde. Sylla sparte sich seine Tore und Vorlagen auf die großen Duelle auf und steuerte gegen kein Team von Platz sieben bis 18 eine Torbeteiligung bei.

Für den Saisonendspurt ist das eine interessante Erkenntnis. Während andere Spieler wie Kenan Karaman und Edin Dzeko mit konstanten Zahlen glänzen, hat sich Sylla als Spezialist für die großen Spiele entpuppt. So kann er, sofern er diese Qualität beibehält, in den spannenden Duellen mit Elversberg und Paderborn erneut zum Matchwinner werden.