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Magdeburg-Coach Sander vor Duell mit S04: „Wir haben gar nichts zu verlieren“

Petrik Sander
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Der 1. FC Magdeburg hat sich einiges vorgenommen. Im Duell mit Spitzenreiter FC Schalke 04 (21. Februar, 20:30 Uhr) gilt der Tabellen-16. als Außenseiter. Kampflos ergeben werden sich die Elbstädter aber keineswegs.


Unter der Regie von Trainer-Veteran Petrik Sander haben sich die Ostdeutschen am eigenen Schopf aus dem tiefsten Abstiegssumpf gezogen. Als der 65-Jährige sein Amt beim FCM antrat, lag der Europapokalsieger von 1974 mit gerade einmal sieben Punkten aus elf Partien an letzter Stelle. Sander hauchte der Mannschaft neues Leben ein. Mit 16 Zählern aus ebenfalls elf Begegnungen kletterten die Bördestädter immerhin auf den Relegationsrang vor.

Trotz des Aufwärtstrends werden die Magdeburger wohl bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt kämpfen. Das sieht auch Sander so. „Wir haben eine Situation, mit der alle lernen müssen, umzugehen. Ich glaube nicht, dass es in dieser Saison irgendwie nochmal entspannt wird“, erklärte der gebürtige Quedlinburger am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Gastspiel auf Schalke.

Dennoch wird ihm die Lage zu kritisch gesehen. „Ich frage mich manchmal, warum das Glas immer halb leer sein muss. Warum kann man mit Situationen nicht positiver umgehen?“, zitiert ihn Tag24. „Wir können doch froh sein, dass die Konstellation so ist, dass wir uns jederzeit mit einem Erfolgserlebnis ein Stück weit befreien können.“

Großes Lob für S04

Dass die Aufgabe beim Tabellenführer keine einfache wird, ist dem altgedienten Fahrensmann klar. „Schalke hat sich gut verstärkt und viel in die Offensive investiert“, lobt er die Königsblauen. „Sie haben eine defensive Stabilität gepaart mit Qualität im Angriff – das macht sie sehr gefährlich.“ Seine Prognose lautet daher auch: „Ich denke, dass sie bis zum Ende um den Aufstieg mitspielen werden.“

Petrik Sander
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Die Punkte herschenken werde sein Team aber ganz gewiss nicht, betont Sander. „Wir haben gar nichts zu verlieren“, erklärt er. Daher werde sein Elf in der restlos ausverkauften Veltins-Arena „mutig, ohne Angst vor irgendwelchen Dingen, die vielleicht eintreten können“ auftreten. Die Begegnung beim Spitzenreiter betrachtet er „als richtig gute Gelegenheit, um zu beweisen, wie gut wir sind“.