Leidenszeit vorbei? So plant Schalke-Trainer Muslic mit Kalas

Nach zehn Monaten Verletzungspause steht Tomas Kalas beim FC Schalke 04 vor seinem Comeback. Trainer Miron Muslic setzt auf einen behutsamen Aufbau – und sieht den Innenverteidiger vor allem zum Saisonende als wichtige Option.
Die Defensive des FC Schalke 04 gehört in dieser Zweitliga-Saison zu den stabilsten Mannschaftsteilen. Nur 17 Gegentore in 22 Spielen unterstreichen die defensive Qualität – und erklären auch, warum das Fehlen von Tomas Kalas lange kaum ins Gewicht fiel. Nach monatelanger Pause steht der erfahrene Innenverteidiger nun jedoch vor seiner Rückkehr.
Der 32-Jährige hat einen entscheidenden Schritt gemacht: Seit zwei Wochen trainiert er wieder ohne Einschränkungen mit der Mannschaft. Cheftrainer Miron Muslic sieht darin ein positives Signal, mahnt aber zugleich zur Geduld. „Gegen Ende der Saison wird TK uns helfen können“, sagte der Schalke-Coach auf der Pressekonferenz vor der Partie am Samstagabend gegen Magdeburg (20:30 Uhr) und machte damit deutlich, dass Kalas perspektivisch wieder eine Rolle spielen soll.
Eine lange Leidenszeit liegt hinter dem Tschechen. Anhaltende Patellasehnenprobleme zwangen ihn schließlich zu einer Operation im Sommer, nachdem er zuvor bereits mit Knieproblemen zu kämpfen gehabt hatte.
Muslic gibt Einblicke: So plant Schalke mit Rückkehrer Kalas
Seine Reha absolvierte Kalas teilweise in Gelsenkirchen, teilweise in England. Umso größer ist nun seine Erleichterung über die Rückkehr auf den Trainingsplatz. „Er schätzt einfach jede Minute, die er auf dem Platz mit den Jungs ist“, betonte Muslic.

Allerdings wird der Weg zurück in die Startelf kein Selbstläufer. Die Konkurrenz in der Schalker Innenverteidigung ist groß: Nikola Katic, Hasan Kurucay, Mertcan Ayhan, Timo Becker und Felipe Sanchez kämpfen bereits um die Plätze. Zudem fehlt Kalas noch die notwendige Spielpraxis. „Er hat das letzte Mal vor zehn Monaten elf gegen elf gespielt“, erklärte Muslic und verdeutlichte damit, wie groß der Trainingsrückstand noch ist. Um wieder Wettkampfrhythmus zu bekommen, könnte Kalas zunächst Einsätze in der U23 erhalten.
Der Innenverteidiger hat bereits gezeigt, wie wertvoll er für Schalke sein kann. Nach seinem Wechsel im Sommer 2023 spielte er sich schnell in die Stammformation und überzeugte vor allem in der schwierigen Saison 2023/2024 mit konstant starken Leistungen. Nun geht es für den 32-Jährigen zunächst darum, sich Schritt für Schritt wieder heranzuarbeiten und an seine frühere Form anzuknüpfen. Vertraglich ist Kalas noch bis Juni 2027 an die Königsblauen gebunden.