2. Bundesliga

Nutzt Schalke 04 Verunsicherung des 1. FC Magdeburg bei diesen Situationen?

Petrik Sander 1. FC Magdeburg
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Am Samstag (20.30 Uhr) geht es für den FC Schalke 04 im Topspiel der 2. Bundesliga zu Hause gegen den 1. FC Magdeburg weiter. Dort plagt man sich aktuell mit einer Schwäche herum, die den Königsblauen sehr zupass kommen könnte. Bislang half nicht einmal extensives Trainieren dieser für den FCM besonders gefährlichen Situationen – im Gegenteil.


Mit 23 Punkten derzeit auf dem Relegationsplatz liegend, benötigen die Sachsen-Anhaltiner jeden Punkt. Das gelang zwar spektakulär vor zwei Wochen beim 5:4 über die SpVgg Greuther Fürth. Am vergangenen Spieltag, an dem sich der FC Schalke 04 die Tabellenspitze zurückholte, jedoch wieder nicht. Mit 0:2 verlor der FCM zu Hause gegen den direkten Konkurrenten Arminia Bielefeld.

Besonders alarmierend in diesen beiden letzten Partien: Allein vier Gegentore kassierte man durch Kopfbälle, dazu in Fürth drei Gegentore nach Eckbällen. Dabei hatte man vor dem Heimspiel gegen Bielefeld extra defensiv Eckbälle trainiert. Bis zu 800 solcher Eckbälle sollen in der Woche vor dem Spiel in den Strafraum geflogen sein, wird aus dem Training der Magdeburger berichtet.

Beim Ernstfall im Spiel nützte diese intensive Trainingsarbeit aber wieder nichts. Das 0:1 fiel prompt durch einen Kopfball nach Eckstoß, was sich in dieser kurzen Zeit schon beinahe zu einem kollektiven Trauma der Magdeburger entwickelt hat.

Schon Fürths Trainer Heiko Vogel hatte beobachtet, dass der FCM da besonders verwundbar ist, nannte den Gegner „sehr anfällig“ bei Eckbällen. Das setzte sich nun gegen Bielefeld fort – und könnte zum Trumpf für den FC Schalke 04 werden.

FC Schalke 04 - 1. FC Magdeburg
Foto: IMAGO

Standard-Gegentore für FCM auch am Samstag auf Schalke?

Schalke 04 gilt unter Trainer Miron Muslic als ein Team, das besonders auf Standards setzt, teils in Ermangelung eigener spielerischer Kreativität zwar notgedrungen. Erfolgreich aber ist man damit zumindest so häufig, dass man (jetzt wieder) regelmäßig punktet und die für den eigenen Matchplan nötigen, wenigen Treffer erzielt.

Durch seine jüngsten Neuzugänge hat Schalke 04 zudem nicht nur an Erfahrung, sondern auch explizit an Gefährlichkeit bei Standards noch weiter hinzugewonnen. Der mit allen Wassern gewaschene Edin Dzeko könnte am Samstag genauso das Magdeburger Trauma verlängern wie es seine Kollegen in der Offensive könnten. Für Muslic und seinen Staff wird die Magdeburger Schwäche in dieser Hinsicht keine Neuigkeit sein – jedoch eine, mit der sich die Gäste am Samstag zu einem sehr gelegen kommenden Zeitpunkt herumplagen.