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Trainer-Zoff auf Schalke? S04-Ikone legt sich mit Muslic an

Miron Muslic
Foto: IMAGO

Nach fünf Spielen ohne Sieg wächst beim FC Schalke 04 die Unruhe. Nun sorgt ein offener Disput zwischen Miron Muslic und U19-Coach Norbert Elgert für zusätzlichen Zündstoff.


Beim FC Schalke 04 kehrt trotz sportlich ordentlicher Ausgangslage keine Ruhe ein. Nach zuletzt fünf Spielen ohne Sieg und einem 2:2 gegen Dynamo Dresden rücken die Königsblauen zunehmend abseits des Rasens in die Schlagzeilen. Im Mittelpunkt steht diesmal ein offener Disput zwischen Cheftrainer Miron Muslic und U19-Coach Norbert Elgert.

Auslöser der Auseinandersetzung war Nachwuchsspieler Mika Wallentowitz. Der 18-Jährige stand gegen Dresden zwar im Profikader, kam jedoch nicht zum Einsatz und absolvierte tags darauf das übliche Ersatztraining der Lizenzspieler. Parallel spielte die Schalker U19 gegen den FC Augsburg (0:1).

Nach Informationen der Bild soll Elgert wenig Verständnis dafür gehabt haben, dass Wallentowitz nicht in der A-Jugend auflief. Als Muslic gemeinsam mit seinem Trainerteam die Schlussphase der U19-Partie verfolgte, habe der langjährige Nachwuchstrainer seinem Ärger lautstark Luft gemacht. Der Kultcoach sei dabei „regelrecht explodiert“ und habe sinngemäß durchblicken lassen, dass Training offenbar wichtiger sei als Spielpraxis.

Elgert geht auf Schalke-Trainer Muslic los

Der Vorfall blieb auch den Zuschauern nicht verborgen. Im Anschluss kam es zu einem klärenden Gespräch – allerdings ohne Muslic. Laut Bericht tauschte sich Elgert stattdessen mit Sportvorstand Frank Baumann aus. Der Trainer-Zoff ist nur ein weiterer Nebenkriegsschauplatz in einer ohnehin aufgeheizten Phase. Auch die Debatte um Ex-Klubchef Clemens Tönnies sorgt für Unruhe. Eine Gruppe ehemaliger Funktionäre, prominenter Ex-Trainer und Sponsoren hatte strafrechtliche Konsequenzen gegen Ultras gefordert, nachdem bei der Partie gegen Dresden Schmähplakate für Aufsehen gesorgt hatten.

Der Verein reagierte mit einer offiziellen Stellungnahme und betonte: Schalke stehe „als eingetragener Verein für Meinungsfreiheit und gelebte Diskussionskultur“. Gleichzeitig machten Vorstand und Aufsichtsrat deutlich: „Weder Plakate, die Einzelpersonen beleidigen, noch Briefe, die innerhalb kürzester Zeit bewusst an Medien gegeben werden, helfen Schalke dabei, seine Ziele zu erreichen.“

Sportlich rangieren die Königsblauen weiterhin auf einem Aufstiegsplatz in der 2. Bundesliga. Doch die jüngsten Vorkommnisse zeigen: In Gelsenkirchen ist die Nervosität spürbar gestiegen – und die internen Spannungen drohen, den Fokus vom angestrebten Aufstieg abzulenken.