Nach geplatztem Sylla-Transfer: Schalke-Ikone stichelt gegen New York

Der FC Schalke erlebt nach dem geplatzten Sylla-Wechsel weiter Unruhe rund um seinen Stürmer. Klub-Ikone Youri Mulder teilt derweil verbal gegen New York City FC aus.
Nach dem geplatzten Wechsel von Moussa Sylla ist die Personalie beim FC Schalke 04 weiter Gesprächsthema. Beim 2:2 gegen Dynamo Dresden stand der Stürmer erstmals wieder auf dem Platz – und rückte prompt erneut in den Fokus. Nicht nur wegen einer vergebenen Großchance, sondern auch wegen deutlicher Worte aus der Führungsetage.
Der Transfer des 26-Jährigen zum MLS-Klub New York City FC war eigentlich weit fortgeschritten, scheiterte aber kurz vor dem Vollzug. Schalke lehnte eine kurzfristige Kehrtwende der Amerikaner ab, die statt eines festen Kaufs nur noch eine Leihe wollten.
Zuvor hatte Sportvorstand Frank Baumann das Vorgehen scharf kritisiert: „Die Verträge waren nicht nur ausgehandelt, sondern bereits unterschrieben. Nun einen nicht bestandenen Medizincheck vorzuschieben und damit eine Klausel im Vertrag zu aktivieren, ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar – denn Moussa ist gesund und spielfit.“
Sylla verpasst Schalke-Entscheidung gegen Dresden
Nach dem Spiel gegen Dresden legte Profifußball-Direktor Youri Mulder nach – und konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen. „Was will er denn bei New York City FC?“, fragte Mulder mit Blick auf Sylla und setzte gegenüber RUHR24 nach: „Man will doch zehnmal lieber hier spielen als bei New York in der MLS.“ Die Atmosphäre in der Arena sei ein Pfund, mit dem Schalke wuchern könne. Als Beispiel führte Mulder aus: „Edin macht zwei Tore – vor so einer Kurve hat er das vielleicht noch nie erlebt. Und das am Ende seiner Karriere.“
Ob Sylla die Situation ähnlich bewertet, ist offen. Schon im Sommer hatte der Angreifer einen Wechsel angestrebt, nach dem Dresden-Spiel wollte er sich nicht ausführlich äußern. „Ich will einfach nach Hause zu meiner Familie“, sagte der Malier knapp.
Sportlich hätte Sylla dennoch zum Matchwinner werden können. Beim Stand von 2:1 tauchte er frei vor Dresdens Keeper Tim Schreiber auf, scheiterte jedoch. Kurz darauf fiel der Ausgleich. Mulder analysierte die Szene nüchtern: „Da muss er abspielen, denke ich.“ So blieb es beim Remis – und bei einer Personalie, die Schalke weiterhin beschäftigen dürfte.