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Nur diese Woche: Sonderausstellung im Schalke-Museum

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Photo by Joern Pollex/Bongarts/Getty Images

Gestern erst wurde sie eröffnet, am Freitag schließt sie schon wieder. Es bleibt also nur wenig Zeit, die aktuelle Sonderausstellung im Vereinsmuseum des FC Schalke 04 zu besuchen. Die geringe Verweildauer in Gelsenkirchen liegt daran, dass die Ausstellung eine Wanderausstellung ist. Sie illustriert das Motto „Stabil bleiben – gegen Diskriminierung im Fußball“.


Die Inhalte dieser Ausstellung wurden vom LAG NRW, der Landesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte in NRW, zusammengetragen. Insofern ist diese Ausstellung eine, die von Fans für Fans gemacht wurde. Anlass dieser Aktion ist die „besorgniserregende Normalisierung von Diskriminierungsvorfällen, rechten Tendenzen und Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ im Fußball, schreibt der FC Schalke 04 auf seiner Webseite. Dazu zähle auch die Relativierung solcher rechter Tendenzen, welche in vielen sozialen Gruppen gelebt werde, die damit nicht unmittelbar aktiv werden, aber einen Nährboden für eine weitere Ausbreitung solcher Diskriminierung bieten.

Äußerungen der Art „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“ oder „Politik hat im Stadion nichts verloren“ seien Beispiele, die man immer wieder höre, manchmal vielleicht sogar recht unbedarft eingebracht. Dieser Arglosigkeit will die Ausstellung ebenso begegnen wie der glasklaren Diskriminierung, die auf Schalke schon laut Satzung keinen Platz haben sollte.

Schalke-Fans
Foto: IMAGO

Ausstellung hilft, Diskriminierung im Fußballumfeld zu erkennen und zu bekämpfen

Viel Wert legten die Schaffer dieser Sonderausstellung auf einen niederschwelligen, selbsterklärenden Zugang zu ihren Inhalten. Ob es sich um Queerfeindlichkeit handelt, um Rasssismus, Sexismus oder die manchem gar nicht auffallenden Formen der Diskriminierung wie Ableismus, Antiziganismus oder Dog Whistling handelt – die Ausstellung zeigt reale Beispiele aus dem Fußballkontext und sensibilisiert dafür.

Empfehlungen, wie man sich weitergehend informieren kann, erhält man bei einem Besuch des Schalke-Museums ebenso wie Tipps für Diskussionen im realen Umfeld, wenn man sich gegen Diskriminierung zur Wehr setzen möchte, ob als Betroffener oder als Zeuge solcher Vorfälle.

Das Schalke-Museum ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5 Euro für Erwachsene, für Menschen zwischen 7 und 21 Jahren 3 Euro und für Kinder bis 6 Jahren ist er frei.