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Ausfall bestätigt: Schlechte Schalke-News vor Bochum-Derby

Vitalie Becker und Moussa Sylla
Foto: IMAGO

Vor dem Revierderby in Bochum muss der FC Schalke 04 den nächsten personellen Rückschlag verkraften. Gleichzeitig gibt es Hoffnung durch zwei Rückkehrer und einen möglichen Debütanten.


Der FC Schalke 04 muss im Derby beim VfL Bochum weiter auf Vitalie Becker verzichten. Der Linksverteidiger wird auch am Samstag (13 Uhr) nicht zur Verfügung stehen und fehlt damit erneut im Revierduell. Becker laboriert an Kniebeschwerden, die er sich in der Partie bei Hertha BSC (0:0) zugezogen hatte. Schon zuvor hatte Trainer Miron Muslic den Youngster vorsichtig eingeschätzt.

„Er hatte gegen Hertha großes Glück. Es ist keine strukturelle Verletzung“, sagte Muslic gegenüber Ruhr24 – dennoch kommt Becker bislang nicht über individuelle Laufeinheiten hinaus. Bereits gegen den 1. FC Kaiserslautern musste Schalke ohne ihn auskommen, und auch nach dem Bochum-Spiel ist eine schnelle Rückkehr ins Mannschaftstraining eher unwahrscheinlich.

Damit bleibt Schalke auf der linken Seite weiterhin zum Improvisieren gezwungen. Zuletzt ersetzte Finn Porath den etatmäßigen Flügelverteidiger. Bei einem öffentlichen Training – bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt – gab es am Donnerstag dennoch positive Signale. Anton Donkor und Max Grüger kehrten nach längerer Verletzungspause vollständig ins Mannschaftstraining zurück.

Neuzugang Dejan Ljubičić vor dem Schalke-Debüt

Donkor hatte seit Mitte November mit Problemen am Sprunggelenk gefehlt und sechs Partien verpasst, Grüger war nach einem Mittelfußbruch fünf Spiele lang ausgefallen. Donkor wäre grundsätzlich auch eine Alternative für die linke Seite, spielte unter Muslic bislang jedoch kaum eine Rolle. Ein weiterer Blickfang war Winterneuzugang Dejan Ljubičić. Der Mittelfeldspieler trainierte erstmals öffentlich vor den Schalker Fans, nachdem er zuvor unter Ausschluss der Öffentlichkeit in die Arbeit mit dem Team eingestiegen war. Ein Debüt im Derby gilt als möglich.

Sportlich reist Schalke mit breiter Brust nach Bochum. Die Knappen gewannen das Hinspiel nach Rückstand mit 2:1 und haben auch historisch klar die Nase vorn: Von 78 direkten Duellen entschied Schalke 45 für sich, Bochum gewann 20, 13 Partien endeten remis.

Selbst im Ruhrstadion wartet der VfL seit 2009 auf einen Derby-Heimsieg gegen die Königsblauen. Für Muslic bleibt die Ausgangslage damit zweigeteilt: Während der Ausfall von Becker die Personalsorgen auf der linken Seite verlängert, sorgen Rückkehrer und ein Neuzugang zumindest für zusätzliche Optionen im Kader.