Nach Traumdebüt: Dzeko begeistert Schalke

Nach seinem Traumdebüt gegen den 1. FC Kaiserslautern steht Edin Dzeko beim FC Schalke 04 sofort im Mittelpunkt. Der Routinier sorgt mit seinem Tor nicht nur für ein Comeback, sondern entfacht neue Euphorie auf Schalke.
Der Einstand hätte kaum symbolträchtiger sein können. Als der FC Schalke 04 gegen den 1. FC Kaiserslautern bis kurz vor Schluss mit 0:2 zurücklag, schien die Partie entschieden. Doch mit Edin Dzeko kam die Wende – sportlich wie emotional. Der 39-Jährige erzielte wenige Minuten nach seiner Einwechslung den Anschlusstreffer und leitete damit die furiose Schlussphase ein, an deren Ende Kenan Karaman noch zum 2:2 ausglich.
Dzeko selbst ordnete seinen ersten Auftritt für die Königsblauen gewohnt gelassen ein. „Auch wenn man mit 39 ein bisschen älter und etwas langsamer ist, vergisst man nicht, wie man Tore schießt“, sagte er augenzwinkernd nach dem Spiel. Der Treffer war mehr als nur ein Tor: Er war das Signal für ein Stadion, das zuvor schon fast verstummt war.
Trainer Miron Muslic machte keinen Hehl daraus, wie wichtig dieser Moment für seine Mannschaft war. „Edin bringt uns zurück ins Spiel mit dieser Edin-Klassik-Situation. Er bringt das ganze Stadion noch mal zurück, er bringt die Hoffnung zurück“, erklärte der Coach.
Zielspieler Edin Dzeko bringt Schalke neue Optionen
Eigentlich hatte Muslic dem Routinier nur einen Kurzeinsatz zugedacht, wechselte ihn dann aber früher ein – bewusst, um einen Impuls zu setzen. „Das sind Dinge, die uns in den letzten sieben Monaten gefehlt haben: ein Ziel-Spieler, der die Bälle behaupten und sich durchsetzen kann“, so Muslic weiter.
Auch innerhalb der Mannschaft ist die Begeisterung groß. Kapitän Kenan Karaman sieht in Dzeko einen Faktor, der Schalkes Spiel nachhaltig verändern kann. „Er wird uns definitiv weiterhelfen, mit seiner Erfahrung, mit seiner Klasse“, sagte der Offensivspieler und verwies auf die neue Präsenz im Angriff, die dem Team zusätzliche Optionen gibt.
Neben dem emotionalen Effekt schrieb Dzeko mit seinem Treffer auch Geschichte: Mit 39 Jahren, zehn Monaten und acht Tagen ist er nun der älteste Torschütze der Zweitliga-Historie. Ein Rekord, der sinnbildlich für seinen besonderen Einstand steht. Oder, wie Dzeko selbst es formulierte: „Dieser Punkt fühlt sich ein bisschen wie drei an, nach dem 0:2.“ Auf Schalke fühlt sich dieses Debüt ohnehin nach deutlich mehr an.