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Dzeko kein Top-Verdiener: Baumann erklärt Schalkes Gehaltsmodell

Edin Dzeko und Miron Muslic
Foto: IMAGO

Der FC Schalke 04 hat mit Edin Dzeko einen prominenten Neuzugang verpflichtet. Sportvorstand Frank Baumann spricht offen über das Gehalt, die Vertragsdetails und die Idee hinter dem Transfer.


Der Transfer von Edin Dzeko sorgt beim FC Schalke 04 nicht nur sportlich für Aufmerksamkeit, sondern auch wegen der finanziellen Rahmenbedingungen. Sportvorstand Frank Baumann machte nun deutlich, dass der große Name des Stürmers nicht mit einem für Schalke untypischen Gehalt einhergeht.

Im Gespräch bei Sky schilderte Baumann, wie unkompliziert die Verhandlungen verliefen. „Es war vom ersten Gespräch an klar, dass es Edin nicht ums Geld geht“, sagte der Sportvorstand und betonte, dass der Verein seine wirtschaftlichen Grenzen früh offenlegte. Dzeko habe das ohne Umschweife akzeptiert.

Wie wertvoll der Transfer sportlich sein kann, deutete sich bereits bei Dzekos Debüt gegen den 1. FC Kaiserslautern an. Nach seiner Einwechslung beim 2:2, als die Königsblauen zuvor mit 0:2 in Rückstand geraten waren, avancierte der 39-Jährige zum zweitältesten Debütanten in der Geschichte der 2. Bundesliga und belebte das Schalker Offensivspiel spürbar. In der Schlussphase stach der Joker dann zu: Dzeko behauptete einen hohen Ball und vollendete mustergültig zum 1:2 (87.).

Edin Dzeko suchte selbst den Kontakt zu Schalke

Baumann ordnete in diesem Zusammenhang auch Dzekos Stellung im Gehaltsgefüge ein. „Er ist kein Top-Verdiener, ist vom Grundgehalt mittendrin“, erklärte der 50-Jährige. Statt eines hohen Fixums setze Schalke auf ein variables Modell. Für den Fall eines Aufstiegs erhält der Routinier einen Bonus, der „vielleicht größer ausfällt als bei anderen“.

Bewusst kurz gehalten ist auch die Laufzeit des Vertrags. Eine automatische Verlängerung bei sportlichem Erfolg gibt es nicht. „Nein. Wir haben uns erst einmal auf einen Vertrag bis zum Sommer geeinigt“, stellte Baumann klar. Der Klub wolle sich die nötige Flexibilität bewahren.

Dass der Transfer dennoch zustande kam, lag laut Baumann vor allem an der Haltung des Spielers. Dzeko hatte selbst den Kontakt zu Cheftrainer Miron Muslic gesucht und früh signalisiert, dass ihn die Aufgabe in Gelsenkirchen reizt. Für Schalke ist der Deal damit mehr als nur ein prominenter Name – er steht für Erfahrung, Motivation und finanzielle Vernunft.