Vor Revierderby mit Schalke: VfL Bochum in Sorge wegen eigener Fans

Noch hat die 2. Bundesliga ihren Betrieb nicht wieder aufgenommen. In wenigen Minuten wird es aber soweit sein, wenn der 18. Spieltag mit zwei Partien an diesem Freitag beginnt. Für Schalke stehen in der Rückrunde erst der Trip zu Hertha BSC und das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern auf dem Programm, ehe es fürs „kleine“ Revierderby zum Nachbarn VfL Bochum geht.
Dort ist man allerdings jetzt schon ein wenig in Sorge, dass das Verhalten einiger eigener Fans einen Umstand bei diesem Revierderby hervorrufen könnte, den man gerne vermeiden würde. Bekanntlich ist das Interesse der Anhänger des FC Schalke 04 stets riesig, den eigenen Club auch bei Auswärtsspielen live im Stadion zu verfolgen. Erst recht ist dies gegeben, wenn der Austragungsort wie im Falle des Bochumer Ruhrstadions nur wenige Kilometer von der heimischen Veltins-Arena entfernt liegt.
Das übliche Kontingent für die Gästefans hat der VfL Bochum dem FC Schalke 04 längst übermittelt, dieser es gleich an seine Fans weitergegeben. Dennoch finden die S04-Fans häufig Mittel und Wege, auch in den eigentlich für die heimischen Fans vorgesehenen Bereichen Tickets zu ergattern. Das wird am Samstag im Berliner Olympiastadion wieder so sein, wie es noch bei allen Schalker Auswärtsspielen der jüngeren Vergangenheit war, und droht auch am 31.1. in Bochum so zu kommen.

VfL Bochum will S04-Fans im Heimbereich verhindern
Dieses aus Sicht der Gastgeber unliebsame Phänomen will der VfL Bochum nun mit einem Appell an seine Fans verhindern. Laut WAZ rief er all jene, die sich beim heute gestarteten Ticketerwerb für das Revierderby als Bochumer Anhänger ausgeben, dazu auf, keine dieser Karten an Fans von Königsblau weiterzugeben.
„Verstärkt“ appelliere der Bochumer Club an die Käufer, die Tickets in den eigenen Fan-Reihen zu behalten. Dazu erfolgt der Hinweis, dass als Gästefans erkennbare Zuschauer gar nicht erst Einlass in die Heimbereiche des Stadions erhalten werden – ohne, dass es eine Erstattung des Ticketpreises oder ein Umsetzen in den – bekanntlich ausverkauften – Gästebereich stattfände.
Auch, wenn der VfL Bochum maximal zwei Karten pro Käufer ausgibt, ist damit zu rechnen, dass dieser Appell zumindest bei manchem ungehört verhallen wird. Da mit einem Weiterverkauf nicht unwesentlich Gewinn zu machen ist, wird so mancher dieser Option nicht widerstehen können. Dazu wird es auch eine Reihe Bochumer Fans geben, die Schalker Anhänger zu ihrem Bekanntenkreis zählen. Da erfolgt die Weitergabe nicht für den Profit, sondern für ein gemeinsames Stadionerlebnis.