Schalker Angebot für Capita – Offensivmann zu teuer?

Dass mit Fabian Reese, Marton Dardai, Leon Jensen und Diego Demme aktuell gleich vier Profis von Hertha BSC krankheitsbedingt für den Rückrundenauftakt am Samstag fraglich sind, hat der FC Schalke 04 natürlich sicherlich registriert. Der Fokus von Trainer Miron Muslic liegt aber auf seinem eigenen Kader, der bis zum Gastspiel in der Hauptstadt wohl auch keinen Zuwachs mehr erhalten wird.
Es ist zwar wahrlich kein Geheimnis, dass die Schalker Verantwortlichen um Sportvorstand Frank Baumann hinter den Kulissen noch daran arbeiten, eine Verstärkung für die Offensive an Land zu ziehen, doch die Bemühungen verlaufen in diesem Zusammenhang eher schleppend.
Ablöseforderung bei 2,5 Millionen Euro plus Weiterverkaufsbeteiligung
Das gilt auch für die Personalie Capita. Für den dreifachen Nationalspiele Angolas, der beim polnischen Erstligisten Radomiak Radom einen Vertrag bis 2028 besitzt, soll Schalke aber ein Angebot abgegeben haben. Dem Spieler selbst soll S04 eine bessere Offerte als Samsunspor unterbreitet haben. Der türkische Erstligist, der von Thomas Reis trainiert wird, kann indes noch nachjustieren und mit der Aussicht auf internationale Spiele in der Conference League für sich werben.
Eine Einigung alleine mit Capita wird Schalke freilich ohnehin nichts nützen. Letztlich gilt es, vor allem auch mit Radomiak Radom einen gemeinsamen Nenner zu finden und ob das gelingt, ist im Moment mehr als fraglich. Stand bislang eine Ablöseforderung in Höhe von zwei Millionen Euro im Raum, soll der Tabellensiebte der Ekstraklasa nun laut dem Sportjournalisten George Tsarouchas 2,5 Millionen Euro fordern, zudem eine Beteiligung in Höhe von 15 Prozent an einem möglichen Weiterverkauf verlangen.
Selbst dann, wenn Radomiak Radom Schalke noch etwas entgegen kommen würde, wäre mit der Personalie angesichts eines nach wie vor knappen Transferbudgets der Königsblauen sicherlich kein geringes Risiko verbunden. Sprich: auf Schalke müsste die Überzeugung schon sehr groß sein, dass Capita voll einschlägt.