Droht Becker die Bank? Schalke-Star kämpft um seinen Platz

Der FC Schalke freut sich über die Rückkehr von Timo Becker nach monatelanger Verletzungspause. Doch der Vize-Kapitän steht direkt vor einem harten Konkurrenzkampf um seinen Platz in der Startelf.
Nach Monaten der Zwangspause meldet sich Timo Becker beim FC Schalke 04 zurück – und steht direkt vor einer der größten Herausforderungen seiner bisherigen Saison. Der Vize-Kapitän ist nach seiner Innenbandverletzung wieder voll belastbar, doch sein Stammplatz ist alles andere als sicher. In seiner Abwesenheit hat sich die Defensive neu sortiert, vor allem Youngster Mertcan Ayhan nutzte die Chance und spielte sich in den Fokus.
Becker weiß genau, was ihn erwartet. Der Konkurrenzkampf ist eröffnet – und der 28-Jährige nimmt ihn an. „Im Sport herrscht stets Konkurrenzkampf. Ich muss dem Coach zeigen, dass ich wieder voll da bin“, sagt der Abwehrspieler klar und deutlich. Worte, die zeigen: Becker rechnet nicht mit einem Selbstläufer, sondern mit einem harten Rennen um Einsatzzeiten.
Die Winterpause nutzte der Routinier, um nach intensiven Reha-Wochen neue Energie zu tanken. „Ich konnte im Urlaub noch einmal Kraft tanken und bin jetzt bereit, meinen Teil dazu beizutragen, dass wir als Mannschaft wieder erfolgreich performen“, erklärt er. Mit dieser Einstellung will er sich nicht nur sportlich zurückmelden, sondern auch wieder eine Führungsrolle übernehmen.
Schalke mit Luxusproblem in der Abwehr?
Dass der Konkurrenzdruck auf Schalke aktuell besonders hoch ist, liegt an der starken Entwicklung mehrerer Verteidiger. Neben Ayhan gelten auch Nikola Katic und Hasan Kuruçay als gesetzt, dazu drängen Talente wie Felipe Sanchez und Dylan Leonard. Für Trainer Miron Muslic ist das ein Luxusproblem – für Becker eine echte Bewährungsprobe.
Immerhin: Der Innenverteidiger fühlt sich körperlich bereit. Die ersten Trainingseinheiten im neuen Jahr absolvierte er ohne Einschränkungen und zeigte sich begeistert von den Bedingungen am Vereinsgelände. „Trotz des Winterwetters haben wir sehr gute Bedingungen in Gelsenkirchen. Dank der Rasenheizung sind die Plätze grün“, betont Becker – beste Voraussetzungen also, um sich im Kampf um die Startelf zu empfehlen.
Auch mit Blick auf die Rückrunde bleibt der Defensivmann realistisch. Die gute Tabellenlage ist für ihn kein Ruhekissen, sondern eher Ansporn: „Wir wissen, was wir bisher geschafft haben – wir wissen aber auch, wie schwer die Rückrunde wird.“