„Viel Potenzial“: Startet Schalkes „Neuzugang“ nun durch?

Dylan Leonard ist ab sofort für den FC Schalke 04 spielberechtigt und gilt als interner Neuzugang für die Rückrunde. Der australische Innenverteidiger bringt viel Potenzial mit und soll behutsam an die Profis herangeführt werden.
Der FC Schalke 04 kann sich pünktlich zum Start ins neue Jahr über eine zusätzliche Option für die Defensive freuen. Innenverteidiger Dylan Leonard ist seit dem 1. Januar 2026 endlich spielberechtigt und gilt damit als interner Neuzugang für die Rückrunde der 2. Bundesliga.
Der 18-jährige Australier war bereits im September verpflichtet worden und unterschrieb einen langfristigen Vertrag bis 2030. Weil Leonard jedoch außerhalb der Transferperiode nach Gelsenkirchen wechselte, durfte er bislang ausschließlich trainieren und kam in Pflichtspielen nicht zum Einsatz. Für den Youngster, der in seiner Heimat bereits 28 Erstligaspiele absolvierte, war das eine Geduldsprobe.
Im Training und in mehreren Testspielen konnte Leonard dennoch einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Er kam unter anderem gegen den Bohemian FC und den FC Twente zum Einsatz und überzeugte mit Ruhe am Ball, guter Spieleröffnung und körperlicher Präsenz. Auch intern wird dem Abwehrspieler großes Potenzial attestiert.
Besonders lobende Worte fand Vize-Kapitän Timo Becker gegenüber der WAZ, der den Australier seit Monaten im Trainingsalltag erlebt: „Er ist ein sehr offener Junge mit viel Potenzial, das sieht man.“
Timo Becker schwärmt von Schalke-Juwel Dylan Leonard
Beeindruckt zeigt sich Becker vor allem von der Mentalität des Neuzugangs: „Dylan ist sehr lernwillig, sehr mutig. Es ist nicht selbstverständlich, sich so zu integrieren, wenn man vom anderen Ende der Welt kommt.“ Die lange Wartezeit ohne Spielpraxis sei für einen jungen Profi schwierig gewesen. Becker bringt es deutlich auf den Punkt: Neu in einem fremden Land zu sein und dann nicht spielen zu dürfen, sei „Kacke“.
Trainerteam und Vereinsführung wollen Leonard nun behutsam aufbauen. Angesichts der aktuell stabilen Defensive der Profis ist nicht ausgeschlossen, dass der Teenager zunächst Spielpraxis in der U23 sammelt. Gleichzeitig trauen ihm die Königsblauen zu, perspektivisch eine Rolle im Zweitliga-Kader einzunehmen. Auch, weil er flexibel einsetzbar ist und als beidfüßig gilt.
Für Dylan Leonard beginnt nun das Kapitel, auf das er monatelang hingearbeitet hat. Ob sein Debüt in der 2. Bundesliga schon bald folgt oder zunächst über den Umweg U23 führt, ist noch offen. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie schnell sich der interne Neuzugang für höhere Aufgaben empfiehlt.