Offiziell: Schalke verkündet Personal-Entscheidungen

Der FC Schalke 04 hat wichtige Personal- und Strukturentscheidungen im Aufsichtsrat getroffen. Eine Ausschuss-Abschaffung und neue Rollenverteilungen sollen die Gremienarbeit künftig effizienter machen.
Der Aufsichtsrat des FC Schalke 04 hat seine interne Struktur neu geordnet und die Besetzung der Ausschüsse festgelegt. Dabei fällt eine Entscheidung besonders ins Gewicht: Der Nachhaltigkeitsausschuss wird künftig nicht mehr fortgeführt. Seine Inhalte werden auf andere Gremien verteilt.
Wie der Zweitligist mitteilte, gehen die Themen des aufgelösten Ausschusses künftig im Miteinander- sowie im Ausschuss für Strategie, Marketing und Vertrieb auf. Damit reduziert Schalke die Zahl der Ausschüsse von fünf auf vier. Ziel ist es, Abläufe zu verschlanken und die Abstimmung zwischen Aufsichtsrat und Vorstand zu fokussieren.
Bestätigt wurden auch die Sprecher der Ausschüsse. Im Finanzbereich bleibt Sven Kirstein zuständig, den Sportausschuss führt weiterhin Johannes Struckmeier. Für Strategie, Marketing und Vertrieb zeichnet Frank Lotze verantwortlich, während Pascal Krusch den Miteinander-Ausschuss leitet.
Eine prominente Verstärkung erhält der Sportausschuss. Steffi Jones, die der Aufsichtsrat im Juli kooptierte, arbeitet dort künftig mit Sportvorstand Frank Baumann zusammen – insbesondere bei weitreichenden sportlichen Entscheidungen. Neu im Ausschuss für Strategie, Marketing und Vertrieb ist zudem Unternehmer Stefan Hegmanns, der im November in den Aufsichtsrat gewählt wurde.
Hefer kritisiert Brinkerts Auftritt vor den Schalke-Mitgliedern
Nicht in die Ausschüsse zurückgekehrt ist hingegen Ender Ulupinar. Nach internen Auseinandersetzungen und einem öffentlich ausgetragenen Konflikt mit Aufsichtsratschef Axel Hefer bleibt er weiterhin ohne Gremienzuordnung. Bereits im Vorfeld der Mitgliederversammlung in der Veltins-Arena hatte es Diskussionen um die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gegeben.
Der frühere SPD-Wahlkampfmanager Raphael Brinkert verpasste den Einzug ins Gremium. Hefer begründete dies damals mit den Worten: „Raphael ist fachlich natürlich sehr stark“, fügte jedoch hinzu: „Bei seiner Rede war er sehr angriffslustig und für die aktuelle Stimmung zu negativ und aggressiv.“
Brinkert selbst hatte zuvor offensiv um Stimmen geworben und erklärt: „Wer Erstklassigkeit will, der muss möglicherweise auch Brinkert wählen.“ Bei den Mitgliedern fand dieser Ton jedoch keine Mehrheit. Mit den nun verkündeten Entscheidungen stellt Schalke die Weichen für die weitere Arbeit des Aufsichtsrats – schlanker in der Struktur, aber mit klar verteilten Verantwortlichkeiten.