Schalke-Transfers im Winter? Muslic bezieht Stellung

Nach dem Trainingsauftakt im neuen Jahr hat Schalke-Trainer Miron Muslic zur aktuellen Transferlage Stellung bezogen. Dabei machte er deutlich, warum Geduld gefragt ist und interne Lösungen für ihn derzeit im Vordergrund stehen.
Der FC Schalke 04 hält sich auf dem Winter-Transfermarkt bislang zurück. Ob und wie sich der Kader in den kommenden Wochen noch verändert, ist offen. Trainer Miron Muslic setzt vor allem auf Besonnenheit – und auf klare Absprachen mit der sportlichen Führung.
„Mit Wunschzetteln arbeite ich nicht“, stellte Muslic nach dem Trainingsauftakt unmissverständlich gegenüber der WAZ klar. Stattdessen befinde er sich im engen Austausch mit Sportvorstand Frank Baumann und Sportdirektor Youri Mulder. Die Linie sei abgestimmt, die Erwartungen realistisch: „Wir haben einen klaren Plan und wissen, was wir wollen.“
Dass Schalke dennoch vorsichtig agiert, hat handfeste Gründe. Der finanzielle Spielraum ist eng, nachdem der Klub im Sommer bereits ins Risiko gegangen war. „Wir kennen die Realität“, sagte Muslic – ein Hinweis darauf, dass Winter-Transfers nur dann kommen, wenn sie sportlich wie wirtschaftlich Sinn ergeben. Nach Informationen der WAZ laufen zwar Gespräche mit Kandidaten für die Offensive, eine Einigung gibt es bislang jedoch nicht.
Schalke-Trainer Muslic setzt auf interne Neuzugänge
Zudem gilt intern die Prämisse: Erst Abgänge, dann Zugänge. Der Kader ist groß, das Budget begrenzt. Mit dem Abgang von Ibrahima Cissé in Richtung FC Aarau wurde bereits Platz geschaffen, weitere Transfers könnten folgen.
Unabhängig vom Transfermarkt richtet Muslic den Fokus vor allem auf den eigenen Kader. „Ich wünsche mir von meinem Kader, dass einige Jungs zurückkommen und gesund werden“, betonte der 43-Jährige. In der Hinrunde hatte Schalke gerade offensiv mit zahlreichen Ausfällen zu kämpfen. Rückkehrer sollen nun für mehr Auswahl sorgen – und für den Konkurrenzkampf, den der Trainer vermisst. „Das hat uns in den ersten drei Monaten der Saison so stark gemacht“, so Muslic. „So hat man Feuer in jedem Training.“
Die Marschroute für den Winter ist damit klar: keine Hektik, keine Schnellschüsse. Schalke beobachtet den Markt, prüft Optionen – und hofft zugleich auf „interne Neuzugänge“, die den Königsblauen in der Rückrunde zusätzliche Qualität verleihen sollen.