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Hoffnung für Schalkes Offensive? Muslic freut sich über „internen Neuzugang“

Zaid Amoussou-Tchibara
Foto: IMAGO

Nach monatelanger Verletzungspause ist Schalke-Talent Zaid Tchibara zurück im Mannschaftstraining. Trainer Miron Muslic darf damit auf einen „internen Neuzugang“ für die Offensive hoffen.


Beim FC Schalke 04 gibt es zum Start ins neue Jahr einen Hoffnungsschimmer für die Offensive. Zaid Tchibara ist nach monatelanger Zwangspause zurück im Mannschaftstraining – und wird intern bereits als „interner Neuzugang“ gehandelt. Cheftrainer Miron Muslic kann damit wieder auf ein Sturm-Talent setzen, dessen Entwicklung im vergangenen Winter jäh gestoppt worden war.

Der 19-Jährige absolvierte nach der Winterpause zunächst die komplette Leistungsdiagnostik und stieg anschließend vollständig ins Teamtraining ein. Damit ist für Tchibara ein langer Weg zurück auf den Platz vorerst geschafft: Seit Februar fehlte er den Königsblauen nach einem Riss des vorderen Kreuzbands im rechten Knie.

Die Verletzung hatte ihn ausgerechnet kurz nach seinem Profidebüt ausgebremst. Nach seinem ersten Einsatz im Trikot der Schalker gegen Karlsruhe (2:1) folgte wenige Tage später nach der Partie gegen Darmstadt der Schock. „Die Diagnose schmerzt aber noch mehr als die Niederlage“, hatte Sportdirektor Youri Mulder damals gesagt. Schalke verlor das Spiel (0:2) – Tchibara stand vor einer monatelangen Reha.

Nach Kreuzbandriss: Schalke-Juwel Tchibara meldet sich zurück

Diese nutzte der Angreifer konsequent. Gemeinsam mit der medizinischen Abteilung arbeitete er intensiv an seinem Comeback, zunächst fernab des Mannschaftstrainings, später mit behutsamer Integration. Muslic und der Klub vermieden es bewusst, frühzeitig ein Datum für die Rückkehr zu nennen, um keinen unnötigen Druck aufzubauen.

Nun ist der nächste Schritt gemacht. Tchibara trainiert wieder voll mit und gilt perspektivisch als zusätzliche Option für den Kader. Gerade in der Offensive, wo Schalke nicht immer überzeugte, könnte der Youngster mittelfristig eine Rolle spielen. Muslic hatte zuletzt mehrfach betont, junge Spieler behutsam aufzubauen – ein Ansatz, der bereits bei Akteuren wie Vitalie Becker oder Mertcan Ayhan Früchte trug. Erst kürzlich hatte Schalkes Sportvorstand Frank Baumann auf die vorhandenen „internen Zugänge“ verwiesen, die dem Revierclub noch zur Verfügung stehen.

Für Tchibara selbst ist die Rückkehr ins Mannschaftstraining vor allem eines: ein emotionaler Meilenstein nach einer langen Leidenszeit. Wann er wieder im Pflichtspiel aufläuft, bleibt offen – doch auf Schalke wächst die Zuversicht, dass das Sturm-Juwel bald wieder eine echte Option werden kann.