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Schalke erneut benachteiligt? DFB erklärt den Elfmeter-Klau

Miron Muslic
Foto: IMAGO

Nach der erneuten VAR-Entscheidung gegen Schalke 04 kochen die Emotionen hoch. Der DFB erklärt, warum der zunächst gegebene Elfmeter letztlich aberkannt wurde.


Der FC Schalke 04 feierte am Freitagabend zwar einen wichtigen 2:1-Sieg gegen den SC Paderborn, doch erneut sorgte eine Schiedsrichter-Entscheidung für heftige Diskussionen. Zum zweiten Mal in Folge fühlten sich die Königsblauen benachteiligt – nach dem aberkannten Tor in Münster (0:0) traf es diesmal einen vermeintlich klaren Elfmeter.

Moussa Sylla war im Strafraum zu Boden gegangen, Schiedsrichter Tobias Reichel zeigte sofort auf den Punkt. Das Foul schien eindeutig, Sylla war im Laufduell klar im Vorteil und von Calvin Brackelmann getroffen worden. Doch noch bevor Kenan Karaman zum Strafstoß antreten konnte, griff der Videoassistent ein. Nach langer Überprüfung revidierte das Gespann die Entscheidung: Statt Elfmeter gab es nur einen Freistoß an der Strafraumgrenze.

Trainer Miron Muslic zeigte sich trotz des Sieges verärgert. „Ich habe mir die Bilder noch einmal angeschaut. Ich finde: Die erste Entscheidung des Schiedsrichters war die richtige. Es ist ein klarer Elfmeter, ein klares Foul innerhalb der Box“, sagte er – und sprach sogar von einem „Tor-Raub“. Bereits in der Vorwoche hatte Schalke nach einem VAR-Verzicht ein reguläres Tor eingebüßt, der Frust war entsprechend groß.

Schalke fühlt sich erneut Opfer einer strittigen VAR-Entscheidung

Auf Nachfrage der WAZ erklärte der DFB, wie es zu der Entscheidung kam. Laut Alex Feuerherdt, Kommunikationschef der DFB-Schiedsrichter, sei im Duell zwischen Brackelmann und Sylla ein Kontakt „im Kniebereich ursächlich dafür, dass Sylla zu Fall kam“. Diesen regelwidrigen Impuls habe Reichel zwar im Strafraum verortet, der VAR jedoch stellte fest, „dass dieser Impuls knapp außerhalb des Strafraums stattfand“. Ein weiterer Kontakt im Strafraum – ein leichtes Schubsen – sei dagegen „nicht von Relevanz“ gewesen.

Auch die Frage nach der nur Gelben Karte für Brackelmann wurde beantwortet. Aus Sicht des Schiedsrichters habe das Foul „nur einen aussichtsreichen Angriff unterbunden und keine offensichtliche Torchance vereitelt“. Ein Platzverweis stand daher nicht zur Debatte. Für Schalke bleibt dennoch das Gefühl, erneut auf der falschen Seite einer strittigen VAR-Entscheidung gestanden zu haben.