Nach Tabellenführung: Schalke feiert „Fußballgott“ Bryan Lasme

Schalkes Joker Bryan Lasme schießt den FC Schalke 04 an die Tabellenspitze und lässt die Arena explodieren. Nun feiern Fans und Mitspieler den „Fußballgott“ als neue Waffe im Aufstiegskampf.
Der FC Schalke 04 hat im Spitzenspiel gegen den SC Paderborn ein Ausrufezeichen gesetzt – und ein Name stand nach dem 2:1-Sieg besonders im Mittelpunkt: Bryan Lasme. Der Franzose, wochenlang verletzt und zuvor längere Zeit außen vor, kehrte eindrucksvoll zurück und schoss Schalke mit seinem späten Treffer an die Tabellenspitze.
Schon bei seiner Einwechslung brandete in der Arena Jubel auf. Kaum auf dem Platz, brachte Lasme mit seinem Tempo neue Energie ins Spiel, hängte mehrfach seine Gegenspieler ab und sorgte sofort für Gefahr. „Man hat schon gemerkt, dass Energie ins Stadion kam, als er reinkam“, sagte Ron Schallenberg gegenüber der WAZ.
Nach einer vergebenen Chance in der 70. Minute – Lasme hätte in dieser Szene eigentlich auf Moussa Sylla querlegen müssen – machte er es wenig später besser: Nach einem Steilpass von Kenan Karaman blieb er cool und überlupfte SCP-Keeper Dennis Seimen. Ein Treffer, der nicht nur das Spiel entschied, sondern auch Erinnerungen weckte. Trainer Miron Muslic schwärmte: „Bryan Lasme hat uns am Ende genau das gegeben, was wir gebraucht haben: Tiefe und Tempo. Er macht es bei seinem Treffer dann überragend.“
Muslics Raúl-Vergleich: Lasmes Lupfer begeistert Schalke
Der Coach verglich die Szene sogar augenzwinkernd mit einer Schalke-Legende: Lasme habe „auf Raúl gemacht“ – und fügte an, dass er ihn „gekillt hätte, wenn der nicht reingeht“.
Für Lasme war es bereits das dritte entscheidende Tor der Saison. Schon gegen Bochum und im DFB-Pokal bei Lok Leipzig hatte er als Joker den Sieg besorgt. Eine Rolle, in der er unter Muslic aufgeht: In allen bisherigen Pflichtspielen kam er von der Bank, brachte Wucht, Tiefe und Tempo.
Auch Kapitän Kenan Karaman ist begeistert: „Bryan ist ein wichtiger Spieler für uns. Er zeigt es immer wieder.“ Einen Wunsch hat er jedoch: „Er muss nur fit bleiben.“ Lasme selbst genießt den Hype um seine Person – versucht aber, ihn einzuordnen. Die „Fußballgott“-Rufe der Fans nach dem Spiel rührten ihn sichtbar. „Das ist sehr, sehr, sehr positiv“, sagte er strahlend. Gleichzeitig weiß er, dass noch Arbeit vor ihm liegt: „Ich brauche ein bisschen Zeit. Heute war ich am Ende ein bisschen müde. Ich muss weiter arbeiten.“
Eines aber hat sein Comeback deutlich gemacht: Ist Bryan Lasme fit, kann er Spiele entscheiden – und Schalke vom Aufstieg träumen lassen.