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Schalkes Aufsichtsratschef Hefer fordert Reform der TV-Geldverteilung

Axel Hefer
Foto: imago images

In einem heute bei Zeit online veröffentlichten Interview sprach sich Schalkes Aufsichtsratschef Axel Hefner deutlich für eine neue Regelung bei der Verteilung der TV-Gelder im deutschen Profifußball aus. Mit Verweis auf das viel größere Interesse an Spielen mit Schalker Beteiligung gegenüber jenen der Retortenclubs fordert Hefner einen größeren Anteil am TV-Geld.


Wie der Express aus dem Interview berichtet, untermauerte Hefer seine Forderung auch mit harten Zahlen. Zuletzt hatte der Bezahlsender Sky, der samstags die Spiele der beiden Bundesligen übertragt die gemessenen Zuschauerzahlen bei Einzelspielen seit der letzten Saison veröffentlicht.

Dabei stellte sich Bayer Leverkusen als das Schlusslicht heraus. Bei Spielen mit Beteiligung der Werkself hatten im Schnitt nur 59.000 Zuschauer die Einzeloption gewählt. Nur knapp davor liegt die TSG Hoffenheim mit 61.900 im Schnitt. Der FC Schalke 04 hingegen kam auf durchschnittlich 202.000 Zuschauer, wenn er denn Teil der Ansetzungen für den Samstag eines Spieltags war.

In den Zahlungen, die Schalke 04 aus dem Bundesliga-Topf erhält, liegt der Club hingegen auf dem vorletzten Platz, ganz konträr zu seiner Spitzenposition bei der Zahl der Einschaltenden.

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Fans schalten viel häufiger bei Traditionsvereinen ein

Aktuell herrscht folgende Aufschlüsselung, nach der sich die Höhe der einem Club zustehenden Gelder bemisst:

  • Bestand (70 Prozent)
  • sportliche Nachhaltigkeit (5 Prozent)
  • Nachwuchs (2 Prozent)
  • Wettbewerb (23 Prozent)

Wie man unschwer erkennt, ist der Faktor des Zuschauerinteresse in dieser Aufschlüsselung bislang gar nicht enthalten. Das soll sich nach dem Geschmack von Axel Hefer ändern – und zwar rasch.

Im Gegensatz zu den Retortenclubs verfüge Schalke über eine gewachsene Struktur und zahlreiche Fans auch im Ausland. Was Hefer zu folgenden Worten verleitet: „Wir tragen die Kosten dieses Systems und haben großen öffentlichen Druck. Wir bekommen die Vorteile aber nicht, die von anderen abgeschöpft werden. Das kann nicht sein. Das muss korrigiert werden.“

Ob er mit seiner Forderung bei der DFL Gehör finden wird, ist offen. Eine Diskussion dürfte mit seiner sehr klaren Positionierung aber angestoßen worden sein.

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