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Medien: Trainerdiskussion auf Schalke immer wahrscheinlicher

Frank Kramer
Foto: Getty Images

Kritische Stimmen hatte es schon bei der Verpflichtung von Frank Kramer gegeben. Diese kamen aber alle von außerhalb des eigentlichen Clubs. Nun, so schätzt es die Süddeutsche Zeitung ein, könnte auch intern darüber nachgedacht werden, dass Frank Kramer nicht der richtige für den Trainerjob einer recht schwachen Schalker Mannschaft ist.


Und die Gründe dafür seien am Sonntag auf dem Platz nicht zu übersehen gewesen, urteilt Philipp Selldorf in der SZ: die Mannschaft habe schlicht das Fußballspielen verweigert.

Selbst die Situation, gleich eine halbe Stunde in Überzahl agieren zu können, habe der FC Schalke 04 genau dazu nicht genutzt. Stattdessen habe man sich eines Kick-and-Rush bedient, der in England selbst in der vierten Liga nicht mehr zu sehen sei.

Dabei habe sie durchaus spielerische Ansätze gezeigt, bei den beiden Aktionen, die zu den zwei Schalker Toren führten, beispielsweise. Aber allzu oft habe das Team eben darauf verzichtet:

„Der Verdacht, dass die Schalker dazu von ihrem Trainer angestiftet wurden, entstand unter anderem aus der enormen Zahl an hohen und weiten Bällen, die vorwiegend nach dem Zufallsprinzip in die Richtung der Doppelspitze Terodde/Sebastian Polter geschlagen wurden.“

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Trotz Überzahl nur lang und weit

Da Trainer Frank Kramer nichts an dieser Vorgehensweise änderte, schlussfolgert Selldorf, müsse er damit einverstanden gewesen sein.

Dabei war Kramer schon der Ruf vorausgeeilt, dass er vor allem den Fokus auf die Arbeit gegen den Ball richtet. Eigene Spielgestaltung würde von ihm eher vernachlässig – was sich jetzt zu bestätigen scheint.

Nicht verwunderlich sei die spielerische Armut von S04 auch deshalb gewesen, weil der Trainer auf mögliche Spielgestalter verzichtete. Rodrigo Zalazar brachte er erst als Einwechselspieler, Alex Kral sogar gar nicht in die Partie. Ein planloses Anrennen diagnostiziert Selldorf, bei dem der Trainer nicht eingegriffen habe. Dadurch habe man den FCA wieder stark gemacht. Das dürfte vor allem eines zur Folge haben: eine Trainerdiskussion bei Königsblau.

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