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Geldgeber Vivawest vor dem Abschied – Schalke-Sponsor plant Rückzug

Vivawest
Foto: IMAGO

Schalke 04 gleicht derzeit einer Baustelle. Der Kader benötigt eine erstklassige Renovierung, der Verein einen neuen Bauleiter (sprich Trainer) und nun auch noch einen gutsituierten Finanzier. Wie heute bekannt wurde, möchte Hauptsponsor „Vivawest“ nicht mit Königsblau in die Bundesliga gehen. Der Vertrag mit einem Erstligisten überfordert demnach das Wohnungsunternehmen.

Als sich der FC Schalke 04 im März 2022 aufgrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine kurzfristig vom langjährigen Hauptsponsor „Gazprom“ verabschiedete, sprang „Vivawest“ ein. Das Unternehmen zahlte in der 2. Liga 4,5 Millionen pro Jahr. Im Fußball-Oberhaus dürften es entsprechend mehr sein. Doch das kann der Immobilienkonzern nicht stemmen.

Die Aufsichtsratsvorsitzende Bärbel Bergerhoff-Wodopia (68) steht einer Fortsetzung des Sponsorings ablehnend gegenüber. „Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass Vivawest in diesem Engagement in der Ersten Bundesliga bleiben kann, weil es dann tatsächlich auch unsere finanzielle Bereitschaft überschreitet“, teilte sie am Mittwoch gegenüber der „WAZ“ mit.

Suche nach neuem Hauptsponsor läuft bereits

Es macht fast den Eindruck, als hätte „Vivawest“ nicht mit dem Erfolg der Knappen gerechnet. So sei zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses der Aufstieg in weiter Ferne gewesen, erklärte Bergerhof-Wodopia. „Nur ist ein Sponsor-Vertrag von einer Bundesliga-Mannschaft nicht zu vergleichen vom Aufwand her mit einer Zweitliga-Mannschaft.“ Nun hofft die 68-Jährige auf eine einvernehmliche Lösung: „Von daher gibt es mit Sicherheit hohe Interessen auch von anderen Firmen, jetzt Schalke 04 dementsprechend als Sponsor zur Seite zu stehen.“

Doch ganz so einfach dürfte der Abschied nicht möglich sein. Der Vertrag zwischen dem Wohnungsunternehmen und dem Bundesligisten läuft noch bis 2023. Eine einseitige Kündigung ist nur dem FC Schalke 04 erlaubt. Bergerhof-Wodopia hofft dennoch auf ein Agreement, das „Vivawest“ den Ausstieg ermöglicht. Doch dazu müsste S04 erst einmal einen neuen Hauptsponsor finden. Die Suche läuft bereits.