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Dank Felix Magath: So spart Schalke Geld

Schalke 04
Foto: imago images

Felix Magath bei Hertha BSC: Das war sicherlich eine der überraschendsten Nachrichten in dieser Bundesliga-Saison. Die Verpflichtung des 68-Jährigen als Chef-Trainer bei den abstiegsbedrohten Hauptstädtern kam auch für viele Experten unerwartet. Auswirkungen sind bis nach Gelsenkirchen spürbar, denn Schalke 04 profitiert indirekt von der Anstellung des als „Quälix“ bekannten Übungsleiters.

Jeder, der sich im Profi-Fußball ein wenig auskennt, weiß, dass Magath größten Wert auf Fitness legt. Seine Übungseinheiten am Trainings-Hügel, dem „Hügel der Leiden“, und mit dem Medizinball sind legendär. Für seine berühmt-berüchtigten Einheiten hat er sich nun Unterstützung geholt, die auch auf Schalke bestens bekannt ist. Sein Name ist Werner Leuthard. Der 60 Jahre alte ehemalige Athletiktrainer der Knappen ist nun in gleicher Funktion bei Hertha BSC tätig.

Ob die Berliner Profis froh über die Beschäftigung Leuthards sind, ist nicht überliefert. Seinem Spitznamen „General“ hat er gleich zu Beginn des Trainings alle Ehren gemacht. Dabei stieß nicht alles auf seine Zustimmung. Er verlangte höheres Tempo und kommentierte die Einheiten mit einem „Das ist Kaschperltheater!“.

Auf Schalke freigestellt

Schalkes Profis, ob noch im Verein oder schon bei einem anderen Klub, erinnern sich schmerzhaft an die Ausdauerübungen des 60-Jährigen, der einen abschreckenden Ruf als „Schleifer“ genießt. In der Abstiegssaison 2020/21 als „Leiter Performance Lizenzspieler“ angestellt, musste er nach etwas mehr als einem halben Jahr wieder gehen. Die Liste der Spieler, die mit Muskelverletzungen ausfielen, wurde länger und länger. Nicht wenige Profis äußerten Kritik an den Methoden Leuthards. Zusammen mit dem damaligen Trainer Christian Gross (67) musste er Ende Februar 2021 den Revierklub verlassen.

Was viele nicht wussten, der „General“ stand weiterhin auf der Gehaltsliste von Schalke 04. Die Vereinsverantwortlichen hatten ihn nicht entlassen, sondern lediglich freigestellt. Mit dem Amtsantritt in Berlin konnte der Revierklub die Lohnfortzahlung endlich einstellen. Magath und Leuthard haben bereits vielen Vereinen zusammengearbeitet, nicht nur bei den Knappen, sondern auch bei Bayern München, beim VfB Stuttgart, beim VfL Wolfsburg und beim FC Fulham.

Dank des Engagements bei der Hertha hat Schalke Leuthard jetzt von der Payroll bekommen und spart sich dessen Gehalt. Nach Angaben der „WAZ“ handelt es sich dabei um einen Betrag von etwa 120.000 Euro. Viel Geld für einen klammen Klub.