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Bernd Schröder: Trennung von Gazprom war „alternativlos“

Schalke 04
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Der neue Vorstandsvorsitzende des FC Schalke 04 hat laut Sportschau zu Protokoll gegeben, dass die Trennung vom langjährigen Hauptsponsor Gazprom nach dem Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine „alternativ“ los gewesen sei. „Der Schaden für den Verein wäre zu groß geworden“, wenn man weiter mit Gazprom kooperiert hätte.

Dabei zitiert die Sportschau aus einem Interview Schröders mit der SZ. Auch in naher Zukunft wäre es nicht denkbar gewesen, dass der Schriftzug von Gazprom wieder auf die Brust der Schalke-Spieler zurückgekehrt wäre. Schließlich hätte sich an den aktuellen Handlungen Putins dadurch auch nichts geändert, er wäre dad ruch nicht zum „Friedensengel“ mutiert. Das sei absolut keine reale Aussicht auf die Zukunft gewesen, erläuterte Schröder.

Dass man zuvor allerdings gleich 15 Jahre mit diesem Unternehmen zusammengearbeitet hat, verteidigte Schröder im selben Gespräch. Zu jener Zeit sei dieses Bündnis noch nicht „schmutzig“ gewesen, meint Schröder. Zwar habe das Unternehmen sicher nicht zu 100 Prozent mit den Werten des FC Schalke 04 übereingestimmt. Aber der Vertrag mit Gazprom sei auch „kein Pferd, das quer im Stall stand“ gewesen, fügt Schröder einen etwas bizarren Vergleich an.

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Vivawest springt kurzfristig ein – weiterer Nachfolger gesucht

Neuer Hauptsponsor von Schalke 04 ist mit vivawest ein Wohnungsunternehmen, das über 120.000 Wohnungen besitzt, den Großteil davon im Ruhrgebiet. Zudem ist die Verwaltungszentrale von vivawest in der ehemaligen Zeche „Nordstern“ ansässig und damit in Gelsenkirchen. Allerdings wird vivawest wohl nur für einen vergleichsweise kurzen Zeitraum einspringen, um die durch die Trennung von Gazprom entstandene Lücke zumindest in Teilen zu schließen. Angeblich zahlt vivawest nur etwa halb so viel wie es Gazprom mit bis zu 10 Millionen Euro auch in der 2. Bundesliga getan hatte.

Die Trennung von Gazprom sei mit Zustimmung des Aufsichtsrats erfolgt. Nun hat man durch das Engagement von vivawest ein wenig mehr zeitlichen Spielraum, um einen längerfristigen Nachfolger zu finden.