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Bericht: So viel weniger als Gazprom will Vivawest zahlen

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Eine endgültige Einigung samt öffentlicher Verkündung der neuen Zusammenarbeit zwischen dem FC Schalke 04 und dem möglichen neuen Hauptsponsor Vivawest steht noch aus. Dennoch sollen bereits Zahlen aus den laufenden Verhandlungen durchgesickert sein. Demnach zahlt Vivawest deutlich weniger als Vorgänger Gazprom.

Allerdings sind die hier kolportierten Zahlen in mehrerlei Hinsicht mit Vorsicht zu genießen. Ersten sind sie nun mal bislang unbestätigte Gerüchte. Zweitens weiß man nicht, auf welchen Zeitraum und auf welche Liga-Zugehörigkeit diese sich beziehen und welche übrigen Konditionen wie Prämien für Erfolge etc. Teil des Deals sein könnten.

Konkret ist es aber wohl so, das Vivawest, ein Verwalter von über 120.000 Wohnungen hauptsächlich in NRW, nur vier bis fünf Millionen Euro pro Saison anbietet. Gazprom hatte ziemlich exakt das Doppelte nach Gelsenkirchen überwiesen. Das würde natürlich im Falle eines Nicht-Aufstiegs die Chancen darauf, dies in der folgenden Saison nachzuholen ein wenig schmälern, sofern Schalke 04 es nicht gelänge, die entstehende Diskrepanz durch Maßnahmen an anderen Stellen auszugleichen.

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Schon bald „vivawest“ auf der Brust?

Willkommen wäre der neue Hauptsponsor dennoch ebenfalls aus mehreren Gründen. Erstens ist der größte Anteilseigner von vivawest die Stiftung der Ruhrkohle AG, die als Bergbau-Unternehmen nun mal den Kern der Schalker Identität spiegelt. Außerdem würde derzeit wohl auch kein anderer Sponsor aufzutreiben sein, der mehr zahlen würde als vivawest, da Gazprom eben deutlich über Marktniveau gezahlt hatte.

Und drittens ist es angesichts der Geschwindigkeit, mit der sich seit Kriegsbeginn in der Ukraine die Ereignisse überschlagen haben, schon ein kleines Husarenstück, überhaupt innerhalb weniger Tage einen Nachfolger für Gazprom aus dem Hut zu zaubern. Da wird man nicht diesen auch noch durch zu hohe Forderungen verprellen wollen.

Gut möglich also, dass die Spieler des FC Schalke 04 schon in aller Kürze mit dem Schriftzug von vivawest in der 2. Bundesliga an den Start gehen. Dann aber nur noch für halb so viel „Kohle“ wie Vorgänger Gazprom sie für diese Leistung zahlte.