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Ukraine-Konflikt: Das sagt Schalke 04 zur Gazprom-Partnerschaft

Gazprom
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Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine spitzt sich seit Tagen immer mehr zu. Während EU und USA über harte Sanktionen für Russland debattieren, ist ein Quasi-Staatsunternehmen von Russland weiterhin Hautsponsor beim deutschen Bundesligisten FC Schalke 04. Dafür gerät der Revierclub immer weiter in die Kritik. Zuletzt äußerte sich der Club zum Thema.

Schon seit 2007 ist der Schriftzug „Gazprom“ auf den Trikots und vielen anderen Stellen rund um den Club zu sehen. Eingefädelt hatte die schon damals umstrittene Partnerschaft noch der damalige Aufsichtsratschef Clemens Tönnies, der sich selbst als „Freund“ von Wladimir Putin bezeichnet.

Angesichts des sich verschärfenden Konflikts mit einem drohenden Einmarsch der russischen Truppen in der Ostukraine sah sich der Club nun genötigt, etwas zum Thema zu veröffentlichen. Man weder die weitere Entwicklung „beobachten, bewerten und und nachdrücklich zum Frieden appellieren – zum Schutz der von der Krise betroffenen Menschen“, wie die WAZ zitiert.

Man berufe sich weiterhin auf sein Leitbild, demnach von Schalkern keine Gewalt ausgehe. Diese Haltung habe man auch seinem Partner Gazprom Germania, einer Tochter der russischen Gazprom, kommunziert. Welchen Eindruck dies hinterlassen hat, wurde allerdings nicht bekannt.

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FAZ: Schalke hängt am Tropf von Gazprom

Harsch Kritik an dieser Wortmeldung äußert die FAZ unter dem Subtitel „Schwache Reaktion von Schalke“. Dort liest man „wachsweiche, weltfremde Sätze“ von Schalke 04 zum Thema. Die Abhängigkeit von diesem Großsponsor, der auch in der 2. Bundesliga (wohl) weit über Marktwert vergütet, habe dazu geführt, dass Schalke die letzte Chance, sein Gesicht zu wahren, vergeben habe. Statt nach der russischen Aggression seinem Sponsor die Rote Karte zu zeigen und damit öffentlichkeitswirksam gegen Gewalt und für Frieden einzustehen, habe man in seiner Mitteilung nicht einmal benannt, von wem die Aggression im Konflikt ausgehe. Vielmehr weise man noch auf die „Zuverlässigkeit“ von Gazprom als Partner hin. Von der Ukraine selbst hingegen kein Wort.

Doch eigentlich hätte man ohnehin nichts Kritisches von Schalke zu seinem Sponsor erwarten können. Schon bei der Annexion der Krim sowie dem Abschuss eines zivilen Linienflugzeugs mit russischer Rakete hatte Schalke die Deckung gesucht und sei darin verharrt. Dem Club gehe es „nie um Prinzipien, sondern nur um den schnöden Mammon“.