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Was wird aus Reinhold Ranftl? – Österreicher ohne Perspektive auf Schalke?

Reimhold Ranftl
Foto: imago images

Obwohl mit Andreas Vindheim und Mehmet Aydin die beiden anderen gelernten Rechtsverteidiger verletzungsbedingt erneut ausfielen, verzichtete Dimitrios Grammozis für das Gastspiel des FC Schalke 04 am Sonntag bei Fortuna Düsseldorf auf Reinhold Ranftl, der im vergangenen Sommer eigentlich als A-Lösung für die rechte Außenbahn vom Linzer ASK gekommen war.

Schalkes Coach begründete den Verzicht auf den Österreicher bei „Sky“ zumindest zwischen den Zeilen mit einem mentalen Problem des 30-Jährigen, der bislang bei den Königsblauen die Erwartungen nicht erfüllen konnte: „Wir haben uns lange unterhalten. Ich habe ihm erst einmal eine Pause gegeben. Wir sind der Meinung, dass das das Beste ist. Er soll erst einmal den Kopf frei kriegen und dann greift er ab Montag wieder an.“

Stürmer Bülter erhält rechts den Vorzug

Daraus, dass man sich von Ranftl mehr erhofft hatte, machte Grammozis nun auch kein Geheimnis: „Reini weiß genau, dass er besser performen kann. Wir haben in ihm etwas gesehen, als wir ihn im Sommer verpflichtet haben, wir waren der Meinung, dass er das Anforderungsprofil erfüllt, aber bislang hat er noch Steigerungspotenzial.“

Abgeschrieben sei Ranftl laut Grammozis indes „auf gar keinen Fall“. Allerdings war die Nichtberücksichtigung in Abwesenheit von Vindheim und Aydin sowie stattdessen die Aufstellung des nominellen Stürmers Marius Bülter auf der rechten Außenbahn schon ein klares Zeichen. Kehren Vindheim und Aydin wie erwartet in nicht allzu ferner Zukunft zurück, wird es für Ranftl mutmaßlich noch schwieriger. Trotz eines bis 2024 laufenden Vertrages wäre es so auch längst keine Überraschung mehr, würde der sechsfache österreichische Nationalspieler seine Zelte in Gelsenkirchen im Sommer schon wieder abbrechen.