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„Keine Ausgliederung“ – Neuer Schalke-Vorstand stellt sich vor

FC Schalke 04
Foto: imago images

Seit dem 1. Januar 2022 ist er bereits im Amt. Am heutigen Dienstag stellte sich Schalkes neuer Vorstandsvorsitzender Bernd Schröder in einer Pressekonferenz den Fragen der Journalisten. „Schalke muss wieder vorne sein, muss vorangehen“, forderte der 55 Jahre alte promovierte Volkswirt.

Gemeinsam mit Finanzchefin Christina Rühl-Hamers (45) und Sportvorstand Peter Knäbel (55) erläuterte Schröder seine Pläne für die Zukunft des Revierklubs und sprach über seine ersten Eindrücke. Er wolle gemeinsam mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat Königsblau fit für die Zukunft machen, erklärte der neue S04-Chef. Schalke müsse daher ein „Leuchtturm“ sein, verlangte der 55-Jährige. Ergänzend fügte er hinzu: „Wir müssen für die Menschen, für die Schalker, den Fußball stark machen. Wir müssen für die Menschen, für alle Schalker, diesen Club und diese Region stark machen.“

Das Ziel aller Verantwortlichen, betonte Schröder, sei der Wiederaufstieg in die Bundesliga. Unabdingbar seien dafür jedoch solide Finanzen als Basis. Finanzvorständin Rühl-Hamers stimmte dieser Forderung auf der Pressekonferenz uneingeschränkt zu: „Wir geben nicht mehr Geld aus, als wir einnehmen.“ Die Lizenz, so Rühl-Hamers, sei nicht in Gefahr. Auflagen seitens der Deutschen Fußball-Liga (DFL) seien jedoch nicht auszuschließen. Die 45 Jahre alte Wirtschaftsprüferin begründete dies damit, dass Schalke 04 im vergangenen Sommer nicht alle geplanten Spielerverkäufe habe realisieren können. Einige Profis hätte der Revierklub lediglich verliehen.

Intensive Diskussionen

Wie Schröder plant, seine Vorhaben umzusetzen, wollte er noch nicht bekanntgeben. Er befinde sich aktuell „noch in der Phase des Kennenlernens“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende. Aus diesem Grund sei es für ihn noch ein wenig zu früh, „um über konkrete Maßnahmen zu sprechen“. Ein Thema, das vielen Schalke-Anhängern wichtig ist, sprach der neue Vorstandsvorsitzende ebenfalls an. Im August 2020 hatte der damalige Marketing-Vorstand Alexander Jobst (48) die Ausgliederung der Profi-Abteilung befürwortet. Schröder erklärte, dass dieses Vorhaben derzeit nicht diskutiert werde. „Das Thema Ausgliederung steht aktuell nicht auf der Agenda“, stellte Bernd Schröder fest.

Sein erstes Fazit falle positiv aus, erklärte der gebürtige Münsteraner, der zwei Jahre bei Bayer Leverkusen als Direktor Marketing & Vertrieb wirkte. „Bisher verlief die Zusammenarbeit im Vorstand sehr harmonisch. Zu gewissen Themen gab es aber auch schon intensive Diskussionen“, konstatierte Schröder. „Das macht uns stark“, bekräftigte der 55-Jährige.