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Fanbeauftragter Kirschner erklärt Solidaritätsaufruf beim Nürnberg-Heimspiel

Schalke 04
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In der Halbzeitpause des letzten Heimspiels der Saison startete Schalkes Fanbeauftragter Thomas Kirschner einen Aufruf an die Fans, wieder mehr an einem Strang zu ziehen. Zudem rief er zum Verzicht auf Beschimpfungen oder gar körperliche Angriffe auf. Wie kam es dazu?

Die Gründe dafür gibt Thomas Kirschner im
Interview mit Reviersport preis
. Obwohl die generelle Wirkung des Schalker Publikums auf die eigene – und auch die gegnerische – Mannschaft nahezu einmalig im deutschen Fußball sei, habe es zuletzt Dinge gegeben, die den insgesamt vier Fanbeauftragten nicht gefallen hätten.

Konkreter Anlass für den Aufruf zu mehr Solidarität war ein Angriff auf eine Familie beim Spiel bei Werder Bremen. Wohlgemerkt kamen diese verbalen Aggressionen und sogar Gewaltanwendungen gegenüber der Schalker Fanfamilie aus den eigenen Reihen, also von ebenfalls Schalker Fans. „Unbegreiflich“ nennt Kirschner diese Ereignisse dann auch völlig zu Recht.

Zudem habe es noch weitere Meldungen ähnlicher Vorfälle in der letzten Zeit gegeben, was die Verantwortlichen schließlich zu jenem Aufruf in der Halbzeit des Nürnbergs-Spiel bewog. Zumal auch Stadionsprecher Dirk Oberschulte-Beckmann aus eigener Erfahrung bestätigte, dass sich die Atmosphäre unter den Schalker Fans bei Auswärtsspielen nicht zum Positiven gewandelt habe.

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Stadionsprecher Oberschulte-Beckmann mahnt Solidarität an

Einerseits fehle zwar durch das bewusste Fernbleiben einiger Fangruppierungen eine gewisse Struktur in den Blöcken, die sonst gegeben sei. Doch auch von den übrigen Fans könne man jenen Respekt allen anderen Zuschauern gegenüber erwarten, welcher zuletzt eben häufiger vermisst worden sei.

Man wolle nicht mit dem erhobenen Zeigefinger auf die Übeltäter zugehen. Dennoch sei eine Kehrtwende nötig, dorthin zurück, wo Schalke eigentlich herkommt: dass man den Zusammenhalt untereinander an erste Stelle setze.

Zwar sei für die aktuell veränderte Atmosphäre sicher auch Corona mit seinen vielfältigen Auswirkungen verantwortlich. Eine dauerhafte Änderung der Fankultur beim FC Schalke 04 durch Corona fürchtet Kirschner jedoch nicht. Ebenso wenig mache ihm Angst, dass es nun wieder zu Geisterspielen kommen wird. Sportlich sei man viel stabiler als bei den ersten Geisterspielen und habe eben auch inzwischen Erfahrung damit.

Das komplette
Gespräch bietet
natürlich noch ausführlichere Erläuterungen zu den genannten Themen.