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Reinhold Ranftl als Teamplayer – Schalker Aufstieg steht über allem

Reinhold Ranftl
Foto: imago images

Zusammen mit weiteren neuverpflichteten Routiniers wie Victor Palsson, Danny Latza oder Simon Terodde sollte Reinhold Ranftl beim FC Schalke 04 zu einer treibenden Kraft bei der Mission Wiederaufstieg werden. Nach einem guten Drittel der Saison fällt die Zwischenbilanz des 29 Jahre alten Österreichers, den sich S04 immerhin rund 650.000 Euro Ablöse an den Linzer ASK hat kosten lassen, allerdings sehr durchwachsen aus.

Nur acht der bisherigen 13 Saisonspiele bestritt Ranftl und stand dabei sogar lediglich fünf Mal in der Startelf. Weil die Leistungen in den ersten Saisonspielen nicht stimmten, gab Trainer Dimitrios Grammozis Darko Churlinov und Mehmet Aydin die Chance, sich auf der rechten Außenbahn festzuspielen, die letzterer auch nutzte und nach einer zwischenzeitlichen, verletzungsbedingten Zwangspause auch direkt wieder ran durfte.

Ranftl kann es dabei akzeptieren, wenn einer der beiden Youngsters an seiner Stelle ran darf und zum Erfolg der Mannschaft beiträgt: „Natürlich will ich so viel wie möglich spielen, aber ich freue mich auch wenn der Memo oder Darko eine gute Leistung bringen und wir am Ende des Tages gewinnen. Das ist das Wichtigste“, so der sechsfache Nationalspieler Österreichs, der das Wohl des Vereins gegenüber dem „kicker“ über das des Einzelnen und damit ausdrücklich auch sich selbst stellt: „Ich bin keine 20 mehr, wo ich noch meine ganze Karriere vor mir habe. Ich bin 29 und mit dem Ziel nach Schalke gekommen, dass der Verein wieder in der ersten Bundesliga spielt. Selbst wenn ich diese Saison kein Spiel mehr mache und wir aufsteigen, dann habe ich mein Ziel auch erfüllt. Egal, wie viel ich gespielt habe.“

Eine Chance schon in Bremen?

Nichtsdestotrotz peilt Ranftl mehr Einsatzzeiten an und sieht sich dabei nach Anlaufschwierigkeiten inzwischen auch auf einem guten Weg: „Natürlich geht es auf dem Platz immer noch besser, aber ich komme immer mehr ins Spiel und komme langsam dorthin, wo ich sein will“, so der eigentlich offensivstarke Außenverteidiger, der darauf hoffen darf, nach dem 2:4 gegen den SV Darmstadt 98 mit einem schwachen Aydin vielleicht schon am Samstag im Absteigerduell bei Werder Bremen von Coach Grammozis in die Startelf beordert zu werden.