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Torwartfrage wieder offen? – Martin Fraisl mit forschen Aussagen

Dimitrios Grammozis
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Eigentlich hat sich Dimitrios Grammozis am Ende der Vorbereitung klar auf Ralf Fährmann als Stammtorhüter des FC Schalke 04 festgelegt. Während Markus Schubert nach der erneut nicht erfüllten Hoffnung auf die Nummer eins seine Zelte in Gelsenkirchen abbrach und zu Vitesse Arnheim wechselte, schien die Rollenverteilung mit Fährmann als erstem Keeper sowie Routinier Michael Langer als Vertreter klar.

Zusätzlich war noch die Verpflichtung eines entwicklungsfähigen Schlussmanns geplant, der wohl mit der Aussicht, zur Nummer zwei zu werden und mittelfristig auch zum ersten Mann aufzusteigen, gelockt worden wäre. Fährmanns positiver Corona-Test kurz vor dem Auftakt warf die Pläne aber über den Haufen und Schalke verpflichtete kein Torwarttalent, sondern mit Martin Fraisl einen 28 Jahre alten Torhüter, der nun im Testspiel gegen die SSVg Velbert (7:0) ein 45-minütiges Debüt feierte.

Fraisl will „vorangehen“

Dabei hatte Fraisl nicht wirklich viel zu tun, sorgt dafür nun aber mit einigen forschen Aussagen im „kicker“ für Aufsehen. „Ich war in den vergangenen Jahren immer Stammtorhüter, in den Niederlanden zudem Spielführer“, lässt der zuletzt für ADO Den Haag aktive Keeper seine Ambitionen, auch auf Schalke im Tor zu stehen, recht deutlich durchklingen. Zudem macht Fraisl keinen Hehl daraus, dass die Ersatzbank nicht sein Anspruch ist: „Ich weiß, was es heißt, voranzugehen. Ich bin kein klassischer Daumendrücker und keiner, der nur lächelnd für das Training da ist“, so der ehemalige Profi des SV Sandhausen, der nach eigenen Angaben vor der Unterschrift bei S04 „irrsinnig viele Angebote abgelehnt“ habe.

Obwohl es Fraisl an Selbstvertrauen augenscheinlich nicht mangelt, wäre es eine Überraschung, würde Coach Grammozis am Sonntag im Auswärtsspiel bei Holstein Kiel direkt den neuen Mann zwischen die Pfosten stellen, nachdem Langer die geringste Schuld an der 1:3-Niederlage gegen den Hamburger SV getroffen hat. Klar freilich ist auch, dass Fraisl alles versuchen wird, um baldmöglichst in der Startelf zu stehen.