Transfers

S04 verleiht Nassim Boujellab – Grammozis hofft auf Latza-Ersatz

Dimitrios Grammozis
Foto: imago images

Den Start in die neue Saison hat man sich beim FC Schalke 04 sicherlich anders vorgestellt als mit einer 1:3-Niederlage gegen den Hamburger SV und einer schweren Verletzung von Kapitän Danny Latza, die wohl nochmal eine Nachbesserung auf dem Transfermarkt erfordert. Auf diesem gab es am Wochenende dann aber auch zwei positive Meldungen.

So konnten die Königsblauen ihren Kader weiter verschlanken und den Gehaltsetat nochmals entlasten. Nachdem zunächst Linksverteidiger Hamza Mendyl an den türkischen Erstligisten Gaziantep FK verliehen werden konnte, verabschiedete sich am gestrigen Sonntag auch Nassim Boujellab auf Leihbasis aus Gelsenkirchen. Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler verlängerte zunächst seinen auslaufenden Vertrag bis 2023 und heuerte dann bei Zweitliga-Aufsteiger FC Ingolstadt an: „Spielpraxis ist gerade für junge Spieler unersetzlich“. Deshalb sind wir gemeinsam mit Nassim zu dem Entschluss gekommen, dass ein Wechsel nach Ingolstadt für ihn die beste Lösung ist. Dort sind seine Chancen auf Einsatzzeiten und damit auf eine Weiterentwicklung größer“, erhofft sich Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder, dass Boujellab bei den Schanzern den nächsten Schritt machen kann.

Klare Ansage von Grammozis

Mit Boujellab verlässt indes auch eine mögliche Alternative für das zentrale Mittelfeld und damit die Position von Danny Latza den Verein. Beim 31-jährigen Kapitän bestätigte sich zwar glücklicherweise der zunächst befürchtete Kreuzbandriss nicht, doch auch die diagnostizierte, schwere Außenbandverletzung zieht wohl eine Zwangspause von drei Monaten nach sich.

Für Trainer Dimitrios Grammozis ist deshalb klar, dass Schalke auf Latzas Position nun Handlungsbedarf hat: „Wenn ein Latza im Mittelfeld wegbricht, fehlt uns ein Stratege. Wir haben keinen Kader, in dem 20 Spieler top sind“, so Grammozis, der via „Bild“ seinen Sportdirektor in die Verantwortung nahm: „Rouven Schröder wird wieder jede Minute am Telefon hängen. Es ist klar, dass wir noch was machen müssen.“