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Medien: Noch viele Baustellen – aber erstaunlicher neuer Realitätssinn auf Schalke

Schalke 04
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Bei der SZ schreibt Schalke-Kenner Philipp Selldorf seine Einschätzungen zum Revierclub stets mit viel Hintergrundwissen. Umso erfreulicher dürfte es für alle Schalke-Fans sein, was Selldorf an Einschätzungen zur aktuellen Entwicklung bei S04 aufs virtuelle Papier bringt. Von einem „erstaunlichen Realitätssinn“ bei der Arbeit ist da die Rede – etwas, was man Schalke zu Recht zuletzt oft absprechen konnte.

In seinem Kommentar zur Lage am Berger Feld weist er daraufhin, dass Rouven Schröder eine Mammut-Aufgabe zu bewältigen hat: Die alte, mit hochdotierten Verträgen gespickte Vergangenheit abzuwickeln und gleichzeitig mit wenig Geld einen schlagkräftigen Zweitliga-Kader zusammenzustellen.

Dass der frühere Mainzer sich dabei bislang äußerst erfolgreich anstellt, wird nur von wenigen verbliebenen Altstars – und deren hohem Gehalt, für das Schröder nicht verantwortlich zeichnet – getrübt. Die enorme Zahl von 20 (!) Profis hat den Club bereits verlassen, neun Neue konnte Schröder bereits verpflichten.

Einer der verbliebenen Sorgenfälle in Bezug aufs Gehalt ist Amine Harit, der zuletzt im Test gegen Donezk sogar noch einmal mitspielen durfte, obwohl man auf keinen Fall mit ihm für die neue Saison plant. Vielmehr will man unbedingt noch eine Ablöse erzielen. Da konnte es nicht schaden, dass er sich noch einmal in guter Form auf dem Platz präsentiert.

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Victor Palsson als Schlüsselfigur

Die schwere Arbeit wird für Schröder noch mindestens bis zum 31. August, wenn das Transferfenster schließt, weitergehen. Ob man dann um den Aufstieg mitspielen wird, ist für ihn „nicht seriös zu prognostizieren“. Ein halbes Dutzend Clubs komme für die Top-Plätze infrage. Doch es gibt Hoffnung, denn: „Auf dieses tückische Biotop lässt sich der Klub mit einem für seine Verhältnisse erstaunlichen Realitätssinn ein.“

Als Königstransfer bezeichnet Selldorf dabei übrigens nicht den mit eingebauter Torgarantie verpflichteten Simon Terodde, sondern Victor Pálsson. Der Isländer gilt als charakterstarker Zweitliga-Profi, also genau das, was man für die kommenden 34 Spieltage benötigt. Insofern sind die Aussichten für Schalke 04 gar nicht so schlecht, meint die SZ.

Daran, dass die Texte zum FC Schalke 04 jetzt allerdings immer in der Rubrik „2. Bundesliga“ erscheinen, muss man sich immer noch gewöhnen.