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Schalkes neuer Torwarttrainer aus Holland wird wohl Entscheidung fällen

Frederik Rönnow
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Etwas überraschend hat sich der FC Schalke 04 von seinem langjährigen, bisherigen Torwarttrainer Simon Henzler getrennt. Als Nachfolger wurde der Holländer Wil Coort verpflichtet. Dieser ist mit seinen 60 Jahren zwar deutlich älter als Henzler (44), dennoch traut man ihm eine noch effektivere Arbeit zu. Zudem soll er wohl in Kürze eine gewichtige Entscheidung treffen.

Selbst spielte er als Torwart zwar nur in der Amateurklasse der Niederlande. Als Aus- und Weiterbilder von Torhütern, sprich als Torwarttrainer hat er sich Wil Coort aber einen fabelhaften Ruf erarbeitet. Seine Stationen als solcher reichen aber von den Anfängen beim FC Den Bosch über Ajax Amsterdam und den FC Porto bis zuletzt zu Olympique Marseille.

Wie für einen Holländer zu erwarten, legt er besonders viel wert auf die Arbeit mit dem Fuß am Ball, also aufs Aufbauspiel. Hier sahen die Verantwortlichen wohl Verbesserungsbedarf bei beiden gegenwärtigen Torhütern, Ralf Fährmann und Markus Schubert. Der dritte Mann, Michael Lang, wird natürlich ebenfalls von Wil Coort trainiert werden. Er steht allerdings nicht zur Debatte.

Wohl aber, dass Wil Coort nach einer gewissen Zeit des Arbeitens mit allein drei Schützlingen entscheidet, ob Ralf Fährmann oder Markus Schubert die kommende Nr. 1. sein wird. Den Verlierer dieses Zweikampfs wird der FC Schalke 04 dann aller Voraussicht nach abgeben.

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Brisante Entscheidung steht bevor

Denn beide Torhüter verdienen quasi noch nach Erstliga-Konditionen. Und von einem solch gut bezahlten Torhüter will sich Schalke ab sofort nur noch einen leisten. Als zweiter Mann würde dann ein hoffnungsvolles Talent verpflichtet, das deutlich weniger verdienen würde. Neben dem Umstand bei einem immer noch großen Club wie Schalke 04 unter Vertrag zu stehen, könnte Schalke nun auch damit locken, dass man unter einem international anerkannten Fachmann wie Wil Coort arbeiten würde.

Dass aber überhaupt noch einmal Bewegung in die Torhüterfrage kommt, dürfte so manchen Beobachter überraschen. Es steht plötzlich wieder als realistische Option im Raum, dass man sich vom Schalker Urgestein Ralf Fährmann trennt, der bekanntlich schon immer Defizite im Spiel mit dem Ball per Fuß hatte. Eine Tendenz ist gegenwärtig natürlich noch nicht absehbar, eine Entscheidung durch Wil Coort wird aber wohl in Kürze erfolgen.