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Bilanz 2020 veröffentlicht: Doppelt so viel Minus wie im Vorjahr – Schulden steigen

FC Schalke 04
Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Am heutigen Dienstag hat der FC Schalke 04 seinen Geschäftsjahresbericht aus dem Jahr 2020 veröffentlicht. Die Zahlen entsprechen den im September 2020 getätigten Erwartungen. Das Minus im Geschäftsjahr hat sich auf rund 50 Millionen Euro verdoppelt. Verantwortlich dafür ist neben der Corona-Pandemie auch die fehlende Teilnahme am Europapokal.

Christina Rühl-Hamers, neuer Vorstand für die Finanzen beim FC Schalke 04, legte diesen Bericht mit tiefroten Zahlen nun vor. Daraus ist zu entnehmen, dass der Umsatz von 275 Millionen Euro im Jahr 2019 auf nur noch 174,7 Millionen Euro gefallen ist. Damit einhergehend entstand ein Anwachsen des Verlustes im Geschäftsjahr von 26,1 Millionen auf 52,6 Millionen Euro.

Das wiederum lässt den gesamten Schuldenstand des ruhmreichen FC Schalke auf 217 Millionen Euro ansteigen. Ein Zuwachs um 19 Millionen Euro. Rühl-Hamers kommentierte dazu, dass man ohne die Auswirkungen der Corona-Pandemie den Schuldenstand hätte senken können und diesen auf deutlich unter 200 Millionen Euro hätte drücken können. Stattdessen habe die Pandemie für Umsatzeinbußen in Höhe von rund 70 Millionen Euro gesorgt.

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Zahlreiche Baumaßnahmen gestoppt

Nun wolle man sich für die Zukunft aus kaufmännischer Perspektive mittel- bis langfristig so aufstellen, „dass wir auch in unvorhergesehenen Krisen wirtschaftlich stabil sind und souverän agieren können.“ Ein Teil der Maßnahmen zur Kostenreduktion sei bereits umgesetzt und habe ein noch größeres Minus bereits verhindert.

Weitere Maßnahmen werden folgen. Dazu zählt auch ein Verzicht auf die ursprünglich geplanten baulichen Erweiterungen am Vereinsgelände. Das „Berger Feld II“ getaufte Projekt wird komplett aufgegeben. So wird es das „Schalker Tor“ ebenso wenig geben wie zusätzliche Einrichtungen für den Jugend- und Nachwuchsbereich. Darauf werde man nun gänzlich verzichten, machte der Club heute ebenfalls publik. Außerdem plant man für den Sommer des laufenden Jahres, eine neue Anleihe aufzunehmen.

Weitere Transfererlöse, die allerdings wohl geringer ausfallen werden als es ohne Corona der Fall wäre, sollen dazu helfen, sowohl die Verbindlichkeiten zu verringern als auch durch Gehaltseinsparungen die laufenden Kosten weiter abzusenken.