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Kommentare zum Thema Rangnick-Rückkehr

Ralf Rangnick
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0:5 verliert der FC Schalke 04 in Wolfsburg, doch das Thema bestimmt ein anderer Vorgang. Die von einer Gruppe vermögender Schalker-Unterstützer vorgebrachte Idee, Ralf Rangnick als neuen starken Mann auf Schalke zu installieren, erzeugt mächtig Wind. Viele Fans sind dafür, so mancher Aufsichtsrat eher nicht. Das sagen verschiedene Medien zu dieser Personalie.

Die großen Zeitungen des Landes sind sich mehr oder weniger einig, dass die Vorstellung von Ralf Rangnick als jenem Mann in Verantwortung, der Schalke wieder zurück an die Ligaspitze in Deutschland führt, ein Angebot ist, dass man bei Trost nicht ablehnen kann. Zwar ist die Herangehensweise der noch unbekannten „geheimen Gruppe“ hinter diesem Bestreben etwas befremdlich. Während der Aufsichtsrat des FC Schalke 04 tagte, wurde in den Medien die Bereitschaft von Rangnick, bei Schalke zu übernehmen, publik. Ein Mitglied des Aufsichtsrats überbrachte dann auch im Gremium selbst diese Nachricht. Dort fühlte man sich überrumpelt und erpresst. Kein schöner Stil also, mit dem man hier zu Werke geht.

Und doch lässt die derart mit Erfolgen gespickte Vita von Rangnick, der zudem schon zweimal Coach auf Schalke war, keinen anderen Schluss zu, als dass man es diesem Mann zutrauen muss, auch in der aktuell verfahrenen Situation wieder klar Schiff zu machen.

So befindet in der SZ Philipp Selldorf, eine Ablehnung Rangnicks wäre „ein vereinsschädigender Akt und ein weiterer Schritt in Richtung Abgrund.“ Außerdem habe die Absage von Rösche gezeigt, dass die Situation nun ohnehin darauf hinausläuft, dass man Rangnick nehmen oder ablehnen müsse. Denn: „Welcher andere Bewerber wagt sich noch nach Schalke?“

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Rangnick zum dritten Mal zu Schalke?

In der Frankfurter Rundschau sieht Frank Hellmann ebenfalls in Rangnick einen vorzüglichen Kandidaten: „Der königsblaue Chaosklub wäre ausgesprochen dumm, wenn er nicht Rangnicks Interesse nutzen würde. Der spürt nämlich sehr wohl, dass der Deutsche Fußball-Bund ihm das nicht geben will, was er braucht: volles Vertrauen in einem großen Verantwortungsbereich. Bei seinen Langzeitarbeiten war die Wertsteigerung bislang garantiert. Schalke muss in den Gremien schnell klären, ob man Rangnick ein drittes Mal holen will. Wenn nicht, ist diesem Traditionsverein wirklich nicht mehr zu helfen.“

Der Spiegel berichtet von den inneren Kämpfen im Aufsichtsrat nach Bekanntwerden der Offerte: „Das hört sich nach einem Angebot an, das niemand ablehnen kann, schon gar nicht der FC Schalke. Dennoch soll es in einer Stimmungsabfrage die Mehrheit des Aufsichtsrates getan haben und sogar recht sauer auf Gesenhues sein.“ Und weiter: „Die Vermutung liegt nahe, dass jemand eine Gegenleistung dafür fordert, dass er dem Verein Rangnick und Geld besorgt. Ein mögliches Konfliktpotenzial bergen auch die möglichen Sponsoren, sollten sie etwa in ihren Branchen in Konkurrenz zu aktuellen Förderern stehen. Über die Motive der Gruppe ist nichts bis wenig bekannt, auch ihr Standpunkt zu einer kontrovers diskutierten Ausgliederung des Vereins in eine andere Rechtsform ist offen.“