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Gross‘ Entscheidung für Fährmann widerspricht den erhobenen Daten

Ralf Fährmann
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Christian Gross hat sich für Ralf Fährmann als neue Nr. 1 im Tor des FC Schalke 04 entschieden. Diesen Entschluss hat er mit der besseren Kommunikation von Fährmann begründet. Die reinen Zahlen der Torhüterleistungen sprächen indes klar für Frederik Rönnow – und der Unterschied ist frappierend.

Nicht nur 11Freunde berichten, dass sich so mancher Beobachter über die Wahl des neuen Schweizer Trainers gewundert hat. Schließlich zeigen die Zahlen aus der bisherigen ganz klar, dass Frederik Rönnow bei einem Wert nicht nur der bessere Torwart gegenüber Ralf Fährmann ist. Darin ist er sogar der beste Torhüter der gesamten Bundesliga!

Denn statistisch gesehen verhinderte Rönnow bereits 2,3 Gegentore, die er eigentlich hätte kassieren müssen. Top-Wert aller in der Bundesliga eingesetzten Torhüter. Und Ralf Fährmann? Liegt in dieser Wertung auf dem letzten (!) Platz, mit 6,1 Gegentreffern mehr, als es eigentlich hätten sein müssen.

Diese Werte sprechen eine klare Sprache und sie bestätigen im Prinzip auch das Bauchgefühl vieler Fans. Rönnow mag etwas stiller sein, machte seinen Job in dieser Saison aber bislang hervorragend. Gross setzt aber dennoch auf Fährmann, weil dieser eben die Abwehr besser kommandiert und auch mehr Erfahrung einbringe.

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Rönnow trotz starker Werte nur noch Ersatz

Dabei könnte gerade in jenen – zugegebenermaßen seltenen – Partien, in denen Schalke nur ganz knapp unterlegen ist oder gar Remis spielt, ein solcher Torhüter, der auch mal ein sicheres Gegentor verhindert, Gold wert sein. Bei Ralf Fährmann ist dies eher nicht zu erwarten. Zwar hat er kaum dicke Patzer gezeigt, dennoch war er eben nicht annähernd solch ein sicherer Rückhalt wie es Frederik Rönnow in seinen Partien war.

So bewertet auch 11Freunde die Entscheidung von Gross als fragwürdig. Kern der Aufgabe eines Torhüters sei es nun einmal, Tore zu verhindern. Da nütze die größere Erfahrung, zumal als Führungsspieler auch nur wenig, wenn sich die Leistung des Torhüters nicht in messbaren Werten niederschlägt.

Angesichts der Schalker Historie auf der Torwartposition mit etlichen Wechseln in den letzten Monaten ist hier aber vielleicht das letzte Wort noch nicht gesprochen. Und eine Verletzung eines Torhüters ist natürlich auch immer möglich.